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Was Ökonomen zum Fed-Entscheid sagen Galerie

Dr. Thorsten Polleit, Degussa Chefvolkswirt

Dr. Thorsten Polleit, Degussa Chefvolkswirt
"Die Fed steht unter Druck, seit US-Präsident Donald Trump bereits mehrfach die US-Geldpolitik als zu strikt angeprangert hat und auch die Besorgnisse zunehmen, eine Verschärfung des Handelsstreites zwischen den USA und China könne die Konjunkturen belasten. Unaufgeregt betrachtet empfehlen die derzeitigen harten US-Konjunkturdaten aber keine Zinssenkung. Die Fed-Entscheider werden daher vermutlich von nun an nach Gründen suchen, die Zinssenkungen rechtfertigen – und man wird sie entweder finden; und sollte die Datenlage es nicht hergeben, wird man sich vermutlich auf wachsende Sorgen um eine mögliche Konjunkturverlangsamung berufen."

Was Ökonomen zum Fed-Entscheid sagen Galerie

Dr. Thorsten Polleit, Degussa Chefvolkswirt

Dr. Thorsten Polleit, Degussa Chefvolkswirt
"Die Fed steht unter Druck, seit US-Präsident Donald Trump bereits mehrfach die US-Geldpolitik als zu strikt angeprangert hat und auch die Besorgnisse zunehmen, eine Verschärfung des Handelsstreites zwischen den USA und China könne die Konjunkturen belasten. Unaufgeregt betrachtet empfehlen die derzeitigen harten US-Konjunkturdaten aber keine Zinssenkung. Die Fed-Entscheider werden daher vermutlich von nun an nach Gründen suchen, die Zinssenkungen rechtfertigen – und man wird sie entweder finden; und sollte die Datenlage es nicht hergeben, wird man sich vermutlich auf wachsende Sorgen um eine mögliche Konjunkturverlangsamung berufen."

Otmar Lang, Chef-Volkswirt der Targobank

Otmar Lang, Chef-Volkswirt der Targobank
"Fed-Chef Powell ist das Gegenteil einer Trump-Marionette: Er handelt wie ein unabhängiger, gestandener, weiser Notenbanker. Nur eine Marionette hätte schon jetzt die Zinsen gesenkt und würde mindestens zwei weitere im späteren Jahresverlauf in Aussicht stellen, so wie es die Finanzmärkte fordern – was die Frage aufwirft, wer hier wirklich die Marionette ist."

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW
"In der Summe ist es auf Basis der heutigen geldpolitischen Signale deutlich wahrscheinlicher geworden, dass die Währungshüter auf einer der kommenden zwei bis drei Sitzungen ihre erste Leitzinssenkung seit Dezember 2008 beschließen werden. Wie schnell und wie stark die geldpolitischen Zügel in den USA gelockert werden, dürfte nicht zuletzt von den Signalen abhängen, welche in Sachen Handelskonflikt USA/China von dem kommende Woche anstehenden G20-Gipfel in Japan ausgehen."

Kapitalmarktanalyst Dr. Bastian Hepperle, Bankhaus Lampe

Dr. Bastian Hepperle, Analyst Bankhaus Lampe
"Der Geduldsfaden der Fed im Umgang mit dem Leitzins ist noch nicht gerissen. Die Wirtschaftslage der USA ist nicht so schwach, dass eine rasche Zinssenkung notwendig wäre. Diese hätte vielmehr den schalen Beigeschmack, die Fed gäbe dem beständigen Poltern von US-Präsident Donald Trump nach. Dennoch stellt sich die Fed auf eine Zinssenkung ein. Ihre Breitschaft angemessen zu handeln, sollte sich die konjunkturellen Abwärtsrisiken verstärken, hat sie heute bekundet."

Andrew Harman, First State Investments

Andrew Harman, First State Investments
"Die Fed hat dem Druck widerstanden, die Zinsen zu senken. Damit hält sie sich alle Optionen für das Juli-Treffen offen, und somit weitere Wirtschaftsdaten sowie den Verlauf des G20-Gipfels in Japan abzuwarten."