Bitcoin-Absturz

Sinkende Nachfrage Nvidia: Opfer des Bitcoin-Niedergangs

Stand: 17.08.2018, 12:01 Uhr

Grafikkarten für die Krypto-Industrie: Das sollte für Nvidia noch lange Zeit den Profit steigern. Nun muss der Hersteller feststellen, dass das Geschäft ins Stocken kommt.

Nach einem Umsatzeinbruch im zweiten Quartal im Bereich der Grafikkarten, die für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin gebraucht werden, blickt der US-Konzern Nvidia skeptischer auf das laufende Quartal: Der Umsatz werde wohl bei 3,25 Milliarden Dollar (plus/minus zwei Prozent) und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit.

Zurückhaltender Ausblick

Insgesamt schnitt Nvidia im abgelaufenen Vierteljahr besser ab als gedacht. Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf 3,12 Milliarden Dollar, der Nettogewinn um 89 Prozent auf 1,1 Milliarden. Beides lag über den Erwartungen der Analysten.

Allerdings drückte der zurückhaltende Ausblick des Konzerns die Aktie im US-Handel nachbörslich bis zu sechs Prozent ins Minus. Der Umsatz sei im zweiten Quartal auf 18 Millionen Dollar eingebrochen, nach 289 Millionen im ersten Quartal. Der Konzern selbst hatte mit 100 Millionen Dollar gerechnet.

Hintergrund für die Skepsis von Nvidia sei die sinkende Nachfrage nach Grafikkarten, die es für die Erzeugung von Cyberwährungen braucht. Anhänger hatten die benötigte Hardware verstärkt gekauft, um digitale Taler wie Bitcoins oder Ethereum unter hohen Rechenleistungen schürfen zu können. Noch vor einem Jahr die Grafikkartenhersteller von der hohen Nachfrage profitiert.

rtr/fh

Bitcoin Erklär-Video
Video

Bitcoin - wie funktioniert das Mining?