Deutsche Bank-Türme

Börsenaufsicht verhängt Geldbuße Noch eine Strafe für die Deutsche Bank

Stand: 11.12.2018, 11:14 Uhr

Die schlechten Nachrichten reißen für das Frankfurter Institut nicht ab. Nun steht noch eine Strafe von der Wertpapier- und Börsenaufsicht BaFin ins Haus. Die ist auf die Banken derzeit ohnehin nicht gut zu sprechen.

Nun geht es bei der aktuellen von der BaFin verhängten Geldbuße um ein relativ kleines Vergehen und eine überschaubare Strafhöhe: Wegen nicht rechtzeitig abgegebener Stimmrechtsmitteilungen muss das Geldhaus ein Bußgeld von 1,1 Millionen Euro zahlen. Das Institut kann gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einlegen. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Die Bafin wollte sich nicht dazu äußern, welche Stimmrechtsmitteilungen verspätet abgegeben wurden. Die Bonner Behörde kann bei Verstößen gegen die entsprechenden Regelungen ein Bußgeld von maximal zehn Millionen Euro oder fünf Prozent des Gesamtumsatzes verhängen.

Die Deutsche Bank kommt derzeit nicht aus unguten Schlagzeilen heraus. Erst Anfang Dezember hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Bankenbranche wegen ihrer laschen Kontrollmechanismen gerügt. Zuvor waren Räume der Deutschen Bank wegen dem Verdacht der Geldwäsche im Zusammenhang mit den so genannten "Panama Papers" durchsucht worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft richten sich die Ermittlungen gegen zwei 50- bzw. 46 Jahre alte Mitarbeiter sowie "andere bislang nicht identifizierte Verantwortliche" des Instituts. 

Auch der Geldwäsche-Skandal um die dänische Danske Bank hat den deutschen Branchenprimus erschüttert. Auch wenn die Deutsche Bank hier jede Mitverantwortung für die Geldwäsche-Praktiken einer estnischen Filiale der Danske Bank von sich weist.

Und nicht zuletzt hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft vor wenigen Tagen der Deutschen Bank eine Millionenstrafe wegen der berüchtigten "Cum-Ex"-Geschäfte aufgebrummt. Wegen der damit zusammenhängenden Aktiendeals muss die Bank ein Bußgeld von vier Millionen Euro zahlen. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch den Eingang des Geldes, ohne den Namen des Instituts zu nennen.

Die Aktie des Instituts taumelt zum Jahresende von Tief zu Tief. Am Dienstag notiert der Titel bei 7,38 Euro unweit des bisherigen Rekordtiefs von 7,24 Euro.