Nikola Wasserstoff Pick-up

Fusion für schnelle Expansion Nikola strebt an die Börse

Stand: 04.03.2020, 09:55 Uhr

Neue Konkurrenz für Tesla? Der US-Elektrofahrzeugentwickler strebt an die Börse und will damit seine weitere Expansion finanzieren. Dazu wird die Fusion mit einem bestehenden Unternehmen angestrebt.

Nikola, im Bundesstaat Arizona beheimatet, wählt für seinen Börsenstart einen ungewöhnlichen Weg: Es fusioniert mit einer börsennotierten Firma namens VectoIQ. Dessen Aktien, die an der Nasdaq notierten, sprangen am Dienstag im US-Handel nach oben. VectoIQ, eine Beteiligungsfirma, will nach der Fusion Kapital einbringen, um die erste Fertigungsstätte von Nikola zu finanzieren. Der Deal soll bis zur zweiten Jahreshälfte über die Bühne gehen.

E-Brummi-Pläne

Nikola will seinen Elektro-Sattelschlepper 2021 auf den Markt bringen und im ersten Jahr 600 Fahrzeuge absetzen. Zwei Jahre später soll ein Modell mit Brennstoffzellen-Antrieb folgen. Im Jahr 2024 will Nikola 7.000 Batterie-Fahrzeuge und 5.000 mit Brennstoffzelle ausliefern, wie Finanzchef Kim Brady am Dienstag sagte.

Die Firma setzt auf ein Leasing-Modell, um Spediteure anzulocken. Auch der Elektroauto-Vorreiter Tesla will das Lastwagen-Geschäft umkrempeln. Die Produktion des Elektro-Sattelschleppers Tesla Semi soll in diesem Jahr anlaufen. Tesla verspricht dabei Reichweiten von mehr als 800 Kilometern mit einer Batterieladung.

Nikola - Tesla

Nikola schloss für die internationale Expansion einen Deal mit Iveco und wird die technische Plattform der Marke mit der hauseigenen Antriebstechnologie kombinieren. Diese Fahrzeuge sollen vom kommenden Jahr an in Ulm gebaut werden. Pate für den Namen der Firma stand der Wissenschaftler Nikola Tesla - genauso wie beim bekannteren Konkurrenten, der von Milliardär Elon Musk geführt wird.

AB