Nike vor Adidas, Fußballspieler im Zweikampf
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Rasantes Wachstum Nike läuft Adidas davon

Stand: 20.12.2019, 08:10 Uhr

Für die Marke mit dem Swoosh läuft's derzeit rund. Der weltgrößte Sportartikelhersteller wächst rasant und hängt Rivale Adidas ab. Im dritten Quartal verdiente Nike fast ein Drittel mehr. Trotzdem fällt die Aktie.

Nachbörslich rutscht das Papier des Sportartiklers um zwei Prozent ab. Einige Anleger hatten wohl noch bessere Zahlen erwartet. Im Kurs ist schon einiges eingepreist. Die Aktie ist auf Ein-Jahres-Sicht um gut 42 Prozent gestiegen - und von einem Rekordhoch zum nächsten gesprintet.

Der langjährige Nike-Chef Mark Parker kann beruhigt aufhören. Er übergibt das Amt im Januar an den früheren Ebay-Chef John Donahoe. Der Internet-Manager will die Digitalstrategie von Nike vorantreiben.

32 Prozent mehr Gewinn, 10 Prozent mehr Umsatz

"Ich war nie optimistischer mit Blick auf die Zukunft des Konzerns", sagte der scheidende Nike-Boss. Im abgelaufenen Quartal wuchs die Nummer eins der Sportartikler erneut stärker als die Konkurrenz. In den drei Monaten bis Ende November stieg der Nettogewinn um 32 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Die Erlöse kletterten um zehn Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar.

Der chinesisch-amerikanische Handelsstreit hinterließ keine Bremsspuren in der Bilanz. Im Gegenteil, In China verbuchte Nike die höchste Nachfrage. Nur im wichtigen Heimatmarkt Nordamerika blieb das Umsatzplus mit fünf Prozent leicht unter den Prognosen.

Mit "Air" auf der Erfolgsspur

Nike-Schuh Air Force 1 mit Mola-Muster

Nike-Schuh Air Force 1. | Bildquelle: Nike

Parker hat mit Innovationen Nike auf der Erfolgsspur gehalten. Die Nike-Schuhlinie "Air" ist seit langem ein Kassenschlager. Unter Parkers Führung verdoppelte sich der Umsatz.

Der einzige Schatten, der über Parkers starker Bilanz schwebt, ist das umstrittene Nike Oregon Project, das kürzlich aufgelöst wurde, nachdem deren Trainer Alberto Salazar wegen Dopingvergehen gesperrt worden war. Parker will von den Machenschaften des Doping-Trainers angeblich nichts gewusst haben.

nb