Nike  Free Trainer 3.0
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Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert Nike sprintet allen davon

Stand: 21.12.2018, 18:17 Uhr

Der US-Sportartikelriese hat einen tollen Lauf. Dank brummender Online-Geschäfte und starker Nachfrage in China ist Nike im abgelaufenen Quartal zweistellig gewachsen. Nicht einmal die Boykott-Aufrufe in den USA bremsten den Konzern.

Die umstrittene Werbekampagne mit dem Football-Spieler und Trump-Kritiker Colin Kaepernick schadete dem Geschäft von Nike nicht. Im nordamerikanischen Heimatmarkt legte der Umsatz um neun Prozent zu. Nach Bekanntgabe von Kaepernicks Werbetätigkeit bei Nike hatte es zunächst Boykott-Aufrufe gegen den Konzern gegeben. Der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers hatte eine landesweite Debatte ausgelöst, als er aus Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus gegen Afroamerikaner beim Erklingen der Nationalhymne im Stadion auf die Knie ging. Ihm schlossen sich weitere Spieler an. Die Praxis wurde von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert.

Noch besser lief es in China. Dort kletterten die Erlöse um 26 Prozent nach oben – trotz des Handelsstreits mit den USA.

Hochpreisige Schuhe gefragt

Insgesamt stieg im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 der Umsatz um zehn Prozent auf 9,37 Milliarden Dollar. Der Gewinn erhöhte sich ebenfalls um zehn Prozent auf 84 Millionen Dollar. Dabei profitierte Nike vom Verkauf eher hochpreisiger Schuhe. Interne Änderungen sorgen zudem dafür, dass neue Produkte schneller in die Verkaufsläden kommen.

Größter Wachstumstreiber war das Online-Geschäft. Es steuerte rund 41 Prozent zum Umsatz bei. Seit mehr als einem Jahr ist Nike darum bemüht, seine Partnerschaften mit Online-Händlern auszubauen.

Gute Aussichten für 2019

Für das Jahr 2019 zeigte sich Nike optimistischer als zuletzt. Finanzchef Andy Campion stellte wechselkursbereinigt einen Umsatzzuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Möglicherweise reiche es auch für ein zweistelliges Plus.

Die Anleger zeigten sich begeistert. Die Aktie stieg in einem trüben Marktumfeld nachbörslich um rund sieben Prozent. Auf Ein-Jahres-Sicht hat der Titel des größten Sportartiklers der Welt rund 20 Prozent gewonnen.

nb

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