Brennende Euroscheine
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Heftiger Kurseinbruch Nicht schon wieder, Adva!

Stand: 29.08.2017, 09:07 Uhr

Der Telekomausrüster Adva Optical aus dem TecDax verprellt erneut die Anleger: Auf das Juli-Beben folgt jetzt der August-Schock. Die Aktie ist ein Kapitalvernichter in Perfektion.

Adva Optical hat wegen einer unerwartet schwachen Auftragslage seine Gewinn- und Umsatzerwartungen an das laufende Quartal gesenkt. Außerdem kündigte der Telekomausrüster in einer Mitteilung vom späten Montagabend Stellenstreichungen an.

Bei den Erlösen rechnet Adva nun für das dritte Quartal ohne den jüngsten Zukauf MRV mit 104 bis 114 Millionen Euro. Hier hatten die Erwartungen zuletzt noch bei 120 bis 130 Millionen Euro gelegen.

Anleger nehmen Reißaus

Überdies erwartet Adva nur noch ein Pro-Forma-Betriebsergebnis ohne MRV von minus drei bis plus zwei Prozent des Umsatzes. Bisher war das Unternehmen von plus zwei bis plus fünf Prozent ausgegangen.

Anleger reagieren entsetzt auf diese Hiobsbotschaften und nehmen Reißaus: Die Adva-Aktie stürzt in den ersten Handelsminuten um bis zu 21,2 Prozent auf 4,75 Euro ab.

Da war doch was…

Erst im Juli hatte Adva Optical mit enttäuschenden Zahlen zum zweiten Quartal und einem bitteren Ausblick auf das dritte Quartal unter den Anlegern für Entsetzen gesorgt.

Im Candlestick-Chart klafft seither eine böse Abwärstkurslücke, die bislang nicht geschlossen werden konnte: ein Break-away-Gap, das weitere heftige Kursverluste nach sich zog.

Schlimme Zeiten voraus?

Die TecDax-Aktie erwies sich zuletzt als wahrer Kapitalvernichter. Binnen nur sechs Monaten ist das Papier um mehr als 50 Prozent abgestürzt. Mittlerweile notiert es so tief wie seit dem Sommer 2015 nicht mehr.

Die Top-Bildung und der im Juli vollzogene Sturz unter die 200-Tage-Linie machen eines deutlich: Anleger, die jetzt in der Hoffnung auf ein "billiges" Schäppchen bei Adva zuschlagen, dürften ins fallende Messer greifen.

ag