Zwei Logos auf der Stada-Unternehmenszentrale in Bad Vilbel

Bain Capital und Cinven bieten Poker um Stada beginnt neu

Stand: 19.07.2017, 08:08 Uhr

Jetzt ist das neue Angebot offiziell: Ab heute bieten die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven 66,25 Euro je Stada-Aktie. Aktionäre haben einen Monat Zeit, sich zu überlegen, ob sie ihre Aktien abgeben wollen.

Vor einer Woche hatten Bain Capital und Cinven bereits ihren neuen Übernahmeversuch angekündigt, jetzt legten sie die Angebotsunterlagen für den Kauf des Generikaherstellers vor. Aktionäre können ab sofort bis zum 16. August ihre Aktien andienen, wie Stada am Mittwoch mitteilte.

Zustimmung vom Management

Vorstand und Aufsichtsrat von Stada würden die Offerte prüfen, hieß es. Beide Gremien gingen jedoch davon aus, den Aktionären das Angebot empfehlen zu können.

Es ist der zweite Versuch der Finanzinvestoren, Stada zu übernehmen. Der erste Versuch war Ende Juni gescheitert, weil nicht genügend Aktionäre ihre Aktien angedient hatten.

Diesmal könnte es klappen. Nicht nur, weil Bain und Cinven 25 Cent mehr bieten, sondern vor allem, weil sie die Mindestannahmeschwelle auf 63 Prozent von zuvor 67,5 Prozent senkten. Beim ersten Versuch waren 65,52 Prozent der Aktien angedient worden.

Bain und Cinven mussten sich für den zweiten Vorstoß von der Finanzaufsicht BaFin von der einjährigen Wartefrist befreien lassen, die sie nach dem Scheitern ihrer ersten Offerte eigentlich hätten einhalten müssen. Mittlerweile hat die BaFin zugestimmt.

Stada-Aktie erholt

Der Aktienkurs von Stada war bei Scheitern der ersten Übernahme eingebrochen auf etwa 60 Euro. Inzwischen hat sich das Papier aber wieder erholt. Heute notiert die Aktie im frühen Handel bei 65,10 Euro und damit unverändert zum gestrigen Kurs.

bs