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Bristol-Myers übernimmt Celgene Neuer Mega-Deal von "Big Pharma"

Stand: 03.01.2019, 14:24 Uhr

In der Pharma-Branche bahnt sich einer der größten Übernahmen der Geschichte an. Für 74 Milliarden Dollar will Bristol-Myers Squibb den Biopharma-Konzern Celgene schlucken.

Celgene-Aktionäre sollen je eine Aktie von Bristol-Myers Squibb sowie 50 Dollar in bar je gehaltener Aktie erhalten. Zudem bekommen sie das Recht auf weitere Erfolgszahlungen. Der Aufsichtsrat von Celgene hat dem Geschäft bereits zugestimmt.

Auf dem Weg zum Onkologie-Giganten

Durch den Zusammenschluss beider Firmen entstünde ein führendes Unternehmen in den Bereichen Krebs, Immunologie, Entzündungs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Konzerne wollen bis zum Jahr 2022 jährliche Einsparungen von 2,5 Milliarden Dollar erzielen. Momentan ist Konkurrent Roche führend in der Onkologie.

Die Unternehmen erwarten den Vollzug des Mega-Deals im dritten Quartal dieses Jahres. Gelingt der Zusammenschluss, will Bristol-Myers einen beschleunigten Aktienrückkauf über bis zu fünf Milliarden Dollar durchziehen.

Celgene wird gefeiert, Bristol-Myers abgestraft

Die Reaktion an der Börse ist zwiespältig. Während die Celgene-Aktien um 30 Prozent nach oben springen, stürzen die Titel von Bristol-Myers um 13 Prozent ab. Branchenexperten glauben offenbar, dass Bristol-Myers zu viel Geld für Celgene auf den Tisch legt.

nb