Zentrale der Bayer AG in Leverkusen
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Neuer Glyphosat-Prozess gegen Bayer beginnt

Stand: 25.02.2019, 10:15 Uhr

Bayer: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Bayer-Tochter Monsanto muss sich in den USA erneut wegen angeblicher Krebsrisiken ihres Unkrautvernichters Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat vor Gericht verantworten. An diesem Montag (17.00 Uhr MEZ) soll in San Francisco der Prozess des Klägers Edwin Hardeman gegen Monsanto beginnen.

Hardeman macht Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Roundup für seine Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs verantwortlich. Er wirft dem im vergangenen Jahr von der Leverkusener Bayer AG übernommenen US-Saatgutriesen zudem vor, die Risiken des Produkts verschwiegen zu haben. Der Konzern weist die Anschuldigungen energisch zurück.

Für Bayer ist der Rechtsstreit brisant, denn es handelt sich um einen "Bellwether Case" genannten Musterfall in einem Massenverfahren, der richtungsweisend für viele weitere Klagen ist. Allein in diesem Fall ist Bayer mit rund 1.300 US-Klägern konfrontiert. Insgesamt gibt es in den USA rund 9.300 Kläger.