Schild mit Silberdistel und der Aufschrift

Neue Hürden bei Rhön-Übernahme

Stand: 19.04.2020, 13:38 Uhr

Der Krankenhausbetreiber Asklepios steht bei der geplanten Übernahme des Rivalen Rhön-Klinikum aus dem SDax vor einer überraschenden Hürde. Der Rhön-Großaktionär B. Braun Melsungen fordere unter anderem die Ausschüttung einer Vorab-Dividende von etwa 134 Millionen Euro, obwohl nur eine Dividende von rund 17 Millionen vorgeschlagen wurde, erklärte Rhön am Samstag.

Nach B. Brauns Vorstellungen solle die Satzung zudem so geändert werden, dass Beschlussfassungen nur noch mit einer Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen beziehungsweise des vertretenen Grundkapitals möglich seien. B. Braun hielt zuletzt 25,23 Prozent an Rhön, womit er Entscheidungen auf künftigen Hauptversammlungen blockieren könnte. Ende Februar hatte Asklepios mitgeteilt, sich mit Rhön-Gründer Eugen Münch auf eine Übernahme geeinigt zu haben und hält mittlerweile über 50 Prozent. Münch bleiben 16 Prozent, die freien Aktionäre sollen 18 Euro je Aktie bekommen.