3d-Konstruktionszeichnungen mit Vectorworks von Nemetschek

Bausoftware bleibt stark gefragt Nemetschek mit nächstem Rekordjahr

Stand: 05.02.2018, 09:13 Uhr

"Am Bau" brummt das Geschäft weiterhin wie nie. Das spürt auch der Bausoftware-Spezialist aus dem TecDax. Nemetschek hat im abgelaufenen Jahr erneut von der hohen Nachfrage nach seinen Produkten profitiert und daraus eine gewinnträchtige Bilanz gebaut.

Vor allem ein Schlussspurt im vierten Quartal 2017 sorgte dafür, dass der Konzern seine eigenen Prognosen und wohl auch die des Marktes zumindest erreicht hat. Beim Umsatz steigerte sich das Unternehmen, das Bausoftware für Architekten, Ingenieure und Bauunternehmen anbietet, um 17,3 Prozent auf 395,6 Millionen Euro. Dabei wäre der Zuwachs sogar noch deutlicher auf rund 401 Millionen Euro ausgefallen, hätte das Unternehmen nicht negative Währungseinflüsse zu beklagen. Vor allem in den USA ist man inzwischen stark präsent, und der schwache Dollar hat, in Euro gerechnet, die Umsatzbilanz leicht verschlechtert.

Schlussquartal mit Extra-Schub

Auf der Ergebnisseite kann Nemetschek sogar ein überproportionales Wachstum beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) vermelden. Die Ergebnisgröße stieg um 22,7 Prozent auf 108 Millionen Euro und liegt damit auch über den eigenen Vorgaben. Bemerkenswert in dieser Hinsicht ist der Ergebnisschub im Schlussquartal, hier konnte man das Ebitda sogar um 47,2 Prozent auf 31,5 Millionen Euro steigern.

Nemetschek hatte sich in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Zukäufen auch neues Wachstum verschafft. Auch im laufenden Jahr soll weiter in "begonnene strategische Projekte" investiert werden, die auch in Zukunft ein zweistelliges Wachstum gewährleisten sollen.

Positiver US-Steuereffekt

Nemetschek hat durch seine Präsenz im US-Markt günstige Effekte durch die US-Steuerreform zu erwarten. Das Unternehmen geht für 2018 von einer steuerlichen Belastung aus, die um drei Prozentpunkte niedriger ausfallen soll, derzeit werden 26 bis 28 Prozent erwartet. Im abgeschlossenen Jahr geht man nach vorläufigen Zahlen von einer Steuerersparnis von umgerechnet rund 4,5 Millionen Euro aus.

Die Nemetschek-Aktie war einer der stärksten Werte des Technologieindex' in den vergangenen Jahren. Binnen fünf Jahren hat sich der Titel annähernd versechsfacht. Auf Zwölf-Monats-Sicht steht ein Kurszuwachs von knapp 60 Proznet zu Buche. Am Montagmorgen notiert die Aktie in einem taumelnden Gesamtmarkt im frühen Handel zwei Prozent im Minus.

AB