Donald Trumps Gesicht spiegelt sich in der Fassade der Deutschen Bank

Größter Gläubiger Muss die Deutsche Bank Trumps Hotels helfen?

Stand: 03.04.2020, 15:54 Uhr

Die Kollateralschäden der Corona-Pandemie bekommt inzwischen auch US-Präsident Donald Trump zu spüren, denn auch seine Hotels und Golfresorts sind geschlossen. Zu Hilfe eilen könnte ihm nun die Deutsche Bank.

Tatsächlich ist auch in den USA das öffentliche Leben zum Stillstand gekommen, die riesigen Hotels von Trump in New York, Chicago und anderen Städten sind geschlossen. Auch die Golfclubs in Florida und New Jersey sind geschlossen, sowie der Mar-a-Lago-Club in Florida, den Trump als sein "Winter White House" bezeichnet. Entsprechend hoch sind die Einnahmeausfälle.

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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8,71
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+4,70%

Nach Angaben der "Washington Post", die Amazon-Chef Jeff Bezos gehört, verliert Trumps Holding wöchentlich 680.000 Dollar an Einnahmen. Auch sollen die oppositionellen Demokraten verhindert haben, dass Trumps Firmen sowie die anderer Politiker im Rahmen des von der Regierung verabschiedeten Konjunkturpakets Hilfe beanspruchen können.

Erste Gespräche

Da kann es nicht überraschen, dass die Trumps das Gespräch mit ihrer Hausbank suchen. In diesem Fall der Deutschen Bank. Sie gilt nach wie vor als die größte Gläubigerin der Trump Holding. Derzeit würden mit der Deutschen Bank erste Gespräche über eine temporäre Stundung von Kreditrückzahlungen und anderen Verpflichtungen geführt, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf Finanzkreise.

"In diesen Tagen arbeiten alle zusammen", sagte Eric Trump der "New York Times". "Mieter arbeiten mit ihren Vermietern, die Vermieter arbeiten mit ihren Banken zusammen. Die gesamte Welt arbeitet zusammen, um gegen diese Pandemie zu kämpfen."

Deutsche Bank schweigt

Die Deutsche Bank soll Trump und seinen Unternehmen seit 1998 rund zwei Milliarden Dollar an Krediten gewährt haben. Anfang 2017, nachdem Trump zum US-Präsidenten gewählt worden war, standen noch Kredite in Höhe von rund 350 Millionen Dollar aus.

Die Deutsche Bank hüllt sich zu den Gerüchten in Schweigen. Zu Kundenbeziehungen macht die Bank keine Aussagen.

lg