Elon Musk, skeptisch

Droht neuer Ärger mit der US-Börsenaufsicht? Musk bremst Tesla mit Tweet aus

Stand: 04.05.2020, 09:42 Uhr

Nicht zum ersten Mal hat Elon Musk mit einem Tweet für Aufsehen und starke Kursbewegungen gesorgt. Jüngst sorgte er für einen heftigen Absturz der Tesla-Aktie.

Mit einer Reihe von Tweets und wenigen hundert Zeichen den Börsenwert eines Unternehmens drastisch verringern? - Das geht. Und wie. Tesla-Chef Elon Musk hat das jüngst am ersten Mai bewiesen. Musk schrieb am Freitag, dass der Kurs der Tesla-Aktie seiner Ansicht nach zu hoch sei. Außerdem twitterte der Milliardär: "Ich verkaufe fast allen physischen Besitz", und dass er kein Haus mehr besitzen werde.

Tweets von Elon Musk

Tweets von Musk. | Bildquelle: Twitter-Account Elon Musk, Montage: boerse.ARD.de

Die Aktie von Tesla beendete den Handelstag an der Nasdaq mit einem Minus von gut zehn Prozent. Am Montag ziehen die europäischen Märkte nach Auf der Handelsplattform Tradegate sackte der Titel des E-Auto-Herstellers zeitweise um 15 Prozent ab. Die Tesla-Aktie ist trotz der starken Verluste am Freitag seit Jahresbeginn um über 80 Prozent gestiegen - obwohl die Corona-Pandemie die Automobilindustrie stark belastet.

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
349,50
Differenz relativ
-0,43%

US-Börsenaufsicht hat Musk im Visier

Auf die Frage des "Wall Street Journal", ob die Tweets ein Scherz gewesen seien und ob das Unternehmen sie vor der Veröffentlichung abgesegnet habe, antwortete Musk per E-Mail mit einem "Nein", wie die Zeitung berichtete.

Das könnte Musk wieder ins Visier der US-Börsenaufsicht bringen. Denn der Tesla-Chef hat eine Vereinbarung mit der Behörde, dass er sich die Tweets vom Unternehmen freigeben lassen muss. Der Auslöser liegt beinahe zwei Jahre zurück. Im Sommer 2018 ließ Musk über den Kurznachrichtendienst verlauten, dass er erwäge Tesla von der Börse zu nehmen und die Finanzierung gesichert sei. Die SEC kam nach einer Untersuchung zu dem Schluss, dass Musk keine festen Finanzierungszusagen gehabt habe, und setzte die Twitter-Einschränkungen durch.

Tweet von Elon Musk

Tweet von Elon Musk. | Bildquelle: twitter

Musk ist Wiederholungstäter

Musk ist bekannt dafür, mit skurrilen Auftritten bei Twitter für Aufsehen und Verwirrung zu sorgen. So schrieb er nach der SEC-Einigung, er sei das "neue Nichts" von Tesla und löste damit Spekulationen aus, er habe den Chefposten aufgegeben. Am 1. April vergangenen Jahres twitterte er ein Foto mit einem Scherz über eine Tesla-Pleite. Jetzt könnte eine wichtige Frage sein, ob der Hinweis, dass es sich um Musks Meinung handle, ihn von der Freigabe-Pflicht befreit.

ms/dpa-AFX

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Das frühreife Kind
Am 28. Juni 1971 erblickt Elon Musk in Südafrika das Licht der Welt. Er wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater ist Ingenieur, seine Mutter hat eine Praxis als Ernährungsberaterin. Elon ist neugierig und frühreif. Manchmal verfällt der kleine Junge in eine Art Trance, dann hört er nicht mehr hin. Ärzte machen Tests mit ihm und beschließen, seine Polypen herauszunehmen. Das ändert nichts.