Mulberry-Handtasche

Aktien-Einbruch an Londoner Börse Handtaschen von Mulberry im Abwärtsstrudel

Stand: 21.08.2018, 11:16 Uhr

Mit Meghan Markles Einzug ins britische Königshaus erhielt die Marke erstmals einen royalen Touch. Trotzdem steht es um den Aktienkurs mehr schlecht als recht. Was ist passiert?

Lag die Aktie des britischen Taschenkonzerns Mulberry am vergangenen Freitag noch bei 6,34 Euro, war der Wert am Montag schon auf 4,66 Euro gesunken. Ein Verlust von mehr als 26 Prozent für Mulberry. Grund dafür ist aber nicht die wechselnde Vorliebe Meghan Markles für modische Accessoires - die Herzogin von Sussex hat damit nämlich nichts am Hut. Stattdessen ist die britische Kaufhauskette House of Faser in Schieflage geraten. Darunter muss nun auch Mulberry leiden, denn das Kaufhaus verkauft die Luxus-Artikel und beschäftigt obendrein eigene Mitarbeiter von Mulberry.

Onlinehandel als Übeltäter

Nun bedroht der Zusammenbruch von House of Fraser den Gewinn des Taschenkonzerns. Rund drei Millionen Pfund stehen auf dem Spiel, also 3,35 Millionen Euro, schreibt Die Presse.

Ein Grund dafür, warum große Kaufhäuser zunehmend zusammenbrechen, sieht der britische Broker AJ Bell unter anderem darin, dass Online-Anbieter den Ketten Druck bereiten. Das macht sich auch in der Höhe der Schulden bemerkbar:

Nach Angaben der Unternehmensberatung Ernest & Young ist House of Faser bei seinen Lieferanten um rund 500 Millionen Pfund in den Miesen. Obwohl der Sportartikelhersteller Sports Direkt die angeschlagene Kaufhauskette übernehmen soll, sei der neue Investor nicht verpflichtet, vorangegangene Verluste zu übernehmen - schlechte Aussichten für Mulberry.

fh/ dp