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Sehr gutes Quartal Möbelkäufer entdecken Home24

Stand: 14.08.2020, 10:22 Uhr

Der Kauf von Möbeln gilt neben Lebensmitteln als eine letzten Bastionen, die es beim Online-Shopping noch einzunehmen gilt. Home24 kommt diesem Ziel immer näher. Das kommt bei Investoren an.

Der Online-Möbelhändler hat im zweiten Quartal seinen Umsatz um 49 Prozent auf 119 Millionen Euro in die Höhe geschraubt. Der Auftragseingang legte sogar um 71 Prozent zu. Ein bedeutender Teil des Auftragseingangs wird sich laut Home24 erst in den Zahlen zum dritten Quartal niederschlagen.

Das zweite Quartal war das ertragsträchtigste Vierteljahr in der Unternehmensgeschichte. Die bereinigte Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita-Marge) legte um 18 Punkte auf acht Prozent zu. Unter Strich verbuchte Home24 einen Gewinn von 1,5 Millionen Euro - nach einem Verlust von fast 19 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

"Das zweite Quartal 2020 war für Home24 das beste Quartal der Unternehmensgeschichte, in dem sich Konsumenten in Europa wie auch in Brasilien zunehmend der Home24-Plattform zuwandten", teilte das Unternehmen mit. In den vergangenen Monaten konnten die Berliner mehr neue Kunden gewinnen als in den vier Quartalen zuvor.

Auch auf Halbjahressicht sehen die Zahlen gut aus. Der Umsatz legte um 31 Prozent auf 222 Millionen Euro zu.

Die Cashflow-Entwicklung fiel ebenfalls überzeugend aus. Nach einem operativen Barmittelabfluss von 39 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019 lag das Plus nun bei fast zwölf Millionen Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal lag der Zuwachs bei vier Millionen Euro.

Höhere Prognose

Für das Gesamtjahr rechnet Home24 nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum zwischen 25 und 35 Prozent. Bislang sollte der Umsatz um mehr als 15 Prozent wachsen. Die Ebita-Marge soll zwischen einem und drei Prozent erreichen. Bislang war ein Wert von über Null angepeilt. Grundlage für die Anhebungen seien die starke erste Jahreshälfte und die "Sichtbarkeit der Geschäftsentwicklung im Juli".

Die Home24-Aktie reagierte mit Kursgewinnen von bis zu acht Prozent auf 11,40 Euro. Seit dem Corona-Tief von 2,55 Euro ist die Aktie steil nach oben geklettert. Von Kursen im Bereich von 30 Euro wie kurz nach dem Börsengang vor rund zwei Jahren ist man aber noch sehr weit entfernt.

ME