Royal Bank of Scotland in London
Audio

Faule Hypothekengeschäfte Milliardenstrafe für die Royal Bank of Scotland

Stand: 15.08.2018, 10:10 Uhr

Sie war laut US-Behörden einer der Hauptübeltäter in der amerikanischen Hypothekenblase: Jetzt muss die britische Bank eine Milliardenstrafe berappen.

Wegen fauler Hypothekengeschäfte leistet die RBS eine Vergleichszahlung von 4,9 Milliarden Dollar. Wie das US-Finanzministerium mitteilte, hat die Bank die Anschuldigungen zurückgewiesen und auch kein Fehlverhalten eingeräumt.

Die US-Regierung hat dem britischen Geldhaus vorgeworfen, Kunden in die Irre geführt zu haben. Wie viele Konkurrenten damals auch verkaufte die RBS toxische Wertpapiere, die bei Investoren zu hohen Verlusten führten und mit die Finanzkrise auslösten.

Durch den Kompromiss kauft sich das Institut von Ermittlungen wegen dubioser Geschäfte zwischen 2005 und 2008 frei, die maßgeblich zur letzten großen Finanzkrise beigetragen haben sollen. Andere Banken kosteten solche Vergehen deutlich mehr - die Deutsche Bank etwa einigte sich Anfang 2017 in einem ähnlichen Fall mit den US-Behörden auf eine Zahlung von insgesamt 7,2 Milliarden Dollar. Die Bank of America schloss im August 2014 einen Rekordvergleich über fast 17 Milliarden Dollar wegen fauler Deals vor der Finanzkrise.