Cruise AV von General Motors

Cruisen im Robotertaxi Milliardenspritze für GMs Roboterwagen

Stand: 31.05.2018, 15:02 Uhr

Der US-Autokonzern General Motors bekommt für seine Roboterwagen-Tochter Cruise eine Milliarden-Investition aus Japan. Softbank setzt auf das Geschäft mit den autonomen Fahrzeugen. Die Aktie von GM schießt nach oben.

Mit einem Aufschlag von mehr als acht Prozent wird das GM Papier vorbörslich gehandelt. Die Anleger sind begeistert, weil der "Vision"-Investitionsfonds des Technologiekonzerns Softbank insgesamt 2,25 Milliarden Dollar (aktuell 1,9 Milliarden Euro) lockermachen will, wie die Unternehmen mitteilten. Cruise will bereits im kommenden Jahr sein erstes kommerzielles Robotertaxi-Angebot starten.

Softbank sammelte insgesamt rund 100 Milliarden Dollar für seinen ersten "Vision"-Fonds ein. Fahrdienste sind bereits ein Schwerpunkt mit Beteiligungen an Uber und dessen Wettbewerbern wie Ola in Indien. Auch Warren Buffett hatte sich jüngst ebenfalls um eine Beteiligung an Uber bemüht. Die Verhandlungen sind allerdings gescheitert, wie Buffett einräumte.

Im Robotertaxi durch Frisco

In Cruise sollen zunächst 900 Millionen Dollar eingebracht werden. Wenn die Roboterwagen-Technologie der Firma marktreif ist, sollen weitere 1,35 Milliarden Dollar folgen. Der Mutterkonzern GM will ebenfalls 1,1 Milliarden Dollar in Cruise stecken.

GM hatte das Start-up Cruise vor rund zwei Jahren übernommen und dort seine Roboterwagen-Entwicklung konzentriert. Der größte Autobauer in den USA sieht E-Autos und autonome Fahrzeuge als Zukunft der Mobilität an. Die Wagen sind auf Testfahrten vor allem in San Francisco unterwegs.

ts/dpa