ZenMax Media, Game-Grafik

Microsoft kauft Spieleentwickler Xbox wird attraktiver

Stand: 22.09.2020, 08:56 Uhr

Wenige Wochen vor der Präsentation seiner neuen Xbox Series X ist Microsoft ein wichtiger Schachzug gelungen: die Übernahme des Videospiel-Konzerns Zenimax, der Konzernmutter des Entwicklers Bethesda Softworks.

Microsoft lässt sich die Übernahme 7,5 Milliarden Dollar kosten, in bar. Zenimax ist mit seinen Studios für Spielehits wie "Doom", "Fallout" oder "The Elder Scrolls" verantwortlich und hat laut eigenen Angaben rund 2.300 Mitarbeiter.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Washington DC wurde 1999 gegründet und soll unter dem Konzerndach von Microsoft in seiner gewohnten Struktur und mit seinem bisherigen Führungsteam fortbestehen. Die Übernahme muss noch von den zuständigen Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

Sony Marktanteile abknöpfen

Microsoft rechnet damit, sie in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres abzuschließen. Die Transaktion dürfte das Betriebsergebnis lediglich "minimal" beeinträchtigen, versprach der Konzern.

Mit der Übernahme stärkt Microsoft wenige Wochen vor der für November geplanten Einführung seiner neuen Xbox Series X seine Position bei Videospielen. Zudem bekommt Microsoft mit dieser Übernahme die Eigentumsrechte an einigen der größten Spiele-Reihen der Welt.

Der Konzern will insbesondere dem Konkurrenten Sony Marktanteile abknöpfen. So sollen die mit Spannung erwarteten Spiele "The Elder Scrolls 6" und "Starfield" künftig im Xbox Game Pass enthalten sein und somit für nur 1,00 Euro zugänglich sein.

Playstation erfolgreicher

In den vergangenen Jahren verkaufte Sony doppelt so viele Exemplare seiner Spielkonsole PlayStation 4 wie Microsoft Exemplare seiner Xbox. Microsoft erklärte, Videospiele seien die größte und am schnellsten wachsende Unterhaltungsform weltweit. Besonders in der derzeitigen Coronakrise hätten sich Computerspiele als boomende Branche erwiesen.

Bethesda bringe zahlreiche Spiele für die Xbox ein, mit der Microsoft gegen die Playstation von Sony antrete, so der Konzern. Anleger nahmen die News verhalten auf, die Aktie reagierte kaum.

lg/rtr/afp