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Ergebnisse knapp unter Prognosen Microsoft nicht überzeugend genug

Stand: 31.01.2019, 07:42 Uhr

Das lukrative Cloud-Geschäft hat sich immer mehr zum Standbein des Software-Giganten entwickelt. Umso argwöhnischer schauen Anleger und Analysten auf die Entwicklung der Sparte - und sie waren mit den aktuellen Zahlen nicht ganz zufrieden.

Die Microsoft-Aktie rutschte im nachbörslichen US-Handel um fast drei Prozent. Denn das Wachstum in dieser wichtigen Sparte hat sich verlangsamt. Im abgelaufenen Quartal zu Ende Dezember lag das Plus bei 76 Prozent, wie der weltgrößte Softwarekonzern mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch zu 98 Prozent gereicht.

Nummer zwei hinter Amazon

Microsoft baut seit vielen Quartalen sein Cloud-Geschäft aus und profitiert dabei davon, dass immer mehr Unternehmen darauf verzichten, eigene teure Rechenzentren zu betreiben. Stattdessen nehmen sie lieber die Dienste von Cloud-Plattformen in Anspruch, die ihnen auf externen Servern Speicherplatz sowie Anwendungen zur Verfügung stellen. Mit "Azure" ist Microsoft zur Nummer zwei im Markt hinter "AWS" von Amazon aufgestiegen. Der Drittplatzierte ist bisher Google.

Die Geschäftsergebnisse bei Microsoft zeigen insgesamt weiter gutes Wachstum, aber im Dezember-Quartal konnte der Konzern mit den Erwartungen der Analystengemeinde nicht ganz Schritt halten. Der Gesamtumsatz legte trotzdem um rund zwölf Prozent auf knapp 32,5 Milliarden Dollar zu, erfüllte damit aber nicht ganz die Erwartungen von Analysten.

Gewinn erreicht nicht ganz die Erwartungen

Im Quartal bis Ende Dezember legte das operative Ergebnis im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente der Konzern 8,4 Milliarden Dollar, im Vorjahreszeitraum war wegen Steuereffekten ein Milliardenverlust entstanden. Pro Aktie verdiente das Unternehmen dabei 1,09 Dollar, Analysten hatten hier im Schnitt 1,08 Dollar erwartet.

Aktie hängt auch an der Cloud

Die Microsoft-Aktie liegt auf Jahressicht noch immer knapp zehn Prozent im Plus. In den vergangenen Monaten hat aber auch die nachlassende Wachstumsfantasie im Cloud-Geschäft den Kurs nach oben begrenzt. Weiterhin sorgt aber das "Brot-und-Butter-Geschäft", das Betriebssystem Windows und die Bürosoftware Office für Milliardeneinnahmen.

AB

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Microsoft-Chef Satya Nadella sprach im Oktober von einem "großartigen Start ins Geschäftsjahr 2018/19". In seinem ersten Geschäftsquartal verdiente der weltgrößte Software-Anbieter aus dem amerikanischen Redmond mit 8,8 Milliarden Dollar rund ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte von Anfang Juli bis Ende September um 19 Prozent auf fast 29,1 Milliarden Dollar. Auch sein operatives Ergebnis konnte das einst von Bill Gates gegründete Unternehmen um stolze 29 Prozent auf etwa zehn Milliarden Dollar steigern.