Microsoft-Logo als Wolken am Himmel

Wachstumstreiber Cloud Microsoft auf Wolke sieben

Stand: 27.04.2018, 09:00 Uhr

Wolkig bis heiter: Das boomende Geschäft mit der Cloud lässt bei Microsoft die Kassen klingeln. Der Software-Riese hat im abgelaufenen Quartal über ein Drittel mehr verdient - und die Expertenerwartungen klar übertroffen.

Für den Windows-Anbieter Microsoft zahlt sich die Neuausrichtung auf das Cloud-Geschäft aus. Mit Azure ist der US-Konzern zur Nummer zwei in diesem Markt aufgestiegen und rückt immer näher an Platzhirsch AWS von Amazon heran. Im vergangenen Quartal verdoppelten sich nahezu die Erlöse mit der Cloud-Plattform Azure. Zum Vergleich: AWS von Amazon steigerte den Umsatz "nur" um 49 Prozent. Laut Forbes ist Microsoft sogar die Nummer eins im Cloud-Geschäft.

Experten zeigten sich beeindruckt. "Azure nimmt weiter Fahrt auf in dieser massiven Verschiebung zur Cloud", lobte Analyst Daniel Ives vom Marktforscher GBH Insights.

Gewinn höher als erwartet

Dank des Cloud-Booms zog der Umsatz des Microsoft-Konzerns um 16 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar an. Der Gewinn erhöhte sich gar um 35 Prozent auf 7,42 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen solchen Sprung nicht erwartet.

Auch die anderen Sparten trugen zum Wachstum bei. Besonders die Sparte mit der Office-Bürosoftware entwickelte sich erfreulich. Sie verbuchte ein Umsatzplus von 17 Prozent.

Große Nachfrage nach Windows

Der Bereich Personal-Computing, in dem das Geschäft mit der Windows-Software und der Hardware, darunter die Xbox-Spielekonsolen, zusammengefasst sind, legte ebenfalls zweistellig zu - um 13 Prozent. Die Windows-Erlöse weist Microsoft nicht mehr gesondert aus.

Die Aktien von Microsoft traten  nachbörslich auf der Stelle, nachdem sie am Donnerstag mit einem Plus von 2,3 Prozent aus dem Handel gegangen waren. Auf Ein-Jahres-Sicht haben die Tech-Titel rund 27 Prozent an Wert gewonnen.

nb

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Nr. 1 Microsoft
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