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Zahlen besser als erwartet Michael Kors zieht (Anleger) wieder an

Stand: 08.08.2017, 16:11 Uhr

Die Rabattschlacht bei Handtaschen macht dem US-Modekonzern Michael Kors zu schaffen. Preise, Erlöse und Gewinne schrumpfen. Doch für das Gesamtjahr zeigt sich Michael Kors wieder etwas optimistischer. Die Anleger kreischen vor Freude. Ist das die Wende?

Das Designer-Modeunternehmen will mit Männermode, Kleidern und dem Online-Handel die Flaute stoppen. Im Geschäftsjahr 2016/17 war der Umsatz um fast fünf Prozent gefallen. Besonders das vierte Quartal war desaströs: die Erlöse brachen um 14 Prozent ein, Michael Kors rutschte in die roten Zahlen.

Mit Jimmy Choo raus aus der Krise

Der Modekonzern reagierte: Bis zu 125 seiner 960 Filialen sollen geschlossen werden. Man müsse mehr tun, um die Kunden wieder für die Marke zu begeistern, forderte Firmenchef John Idol. So übernahm Kors Ende Juli für rund eine Milliarde Euro die Edel-Schuhmarke Jimmy Choo, die durch Lady Di und später die Kultserie "Sex and the City" bekannt wurde.

Tatsächlich scheint inzwischen das Modelabel wieder mehr Gefallen zu finden. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2017/18 verlangsamte sich der Umsatzschwund. Die Erlöse gingen "nur" noch um 3,6 Prozent zurück. Der Gewinn sank um 15 Prozent auf 125,5 Millionen Dollar.

Umsatzprognose leicht angehoben

Für das  Gesamtjahr rechnet Michael Kors mit anziehenden Geschäften in Nordamerika und Europa. Dementsprechend hob der US-Modekonzern die im Mai noch reduzierte Umsatzprognose leicht an - von 4,25 auf 4,28 Milliarden Dollar. In der Prognose ist freilich die Bilanz von Jimmy Choo noch nicht enthalten, da die Transaktion noch nicht abgeschlossen ist. Michael-Kors-Chef Idol sieht 2017/18 als "Übergangsjahr".

Der etwas optimistische Ausblick und die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen reichten, um die Anleger in Verzückung zu bringen. Die Aktien von Michael Kors sprangen um 16 Prozent in die Höhe. Auf Ein-Jahres-Sicht liegen sie aber noch gut zwölf Prozent im Minus.

nb

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