Fahnen vor der Zentrale der Metro Group

Metro-Großaktionär Kretinsky schickt keinen Vertreter in den Aufsichtsrat

Stand: 11.01.2019, 10:41 Uhr

Der tschechische Investor Daniel Kretinsky wird im Aufsichtsrat des Handelskonzerns Metro zunächst keinen Vertreter haben. Bei den anstehenden Wahlen des Gremiums wurden drei Aufsichtsratsmitglieder, deren Amtszeit ausläuft, zur Wiederwahl vorgeschlagen, wie aus den Unterlagen zur am 15. Februar stattfindenden Hauptversammlung hervorgeht.

Kretinsky hatte über seine Holding EPH im Sommer ein Aktienpaket von 7,3 Prozent von der Familie Haniel an Metro übernommen und sich eine Kaufoption auf die restlichen 15,2 Prozent einräumen lassen. Zudem kaufte er weitere 3,6 Prozent an Metro von der früher zur Metro-Gruppe gehörenden Ceconomy. Auch hier ließ er sich eine Option auf weitere 5,4 Prozent einräumen.

Laut "Börsen-Zeitung" hat Kretinsky inklusive Verlängerungsmöglichkeit Zeit bis spätestens Mai, um seine Optionen für die Metro zu ziehen. Erst dann dürfte das Thema im Aufsichtsrat akut werden.