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In den Prime Standard Metallrecycler will aufs Parkett

Stand: 06.10.2017, 09:18 Uhr

Das Unternehmen dürfte zwischen 1,3 und 1,6 Milliarden Euro wert sein und strebt noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse: Es handelt sich um den Metallaufbereiter Befesa, alias Berzelius Umwelt Service.

Je nach Marktbedingungen erfolge die Notierung voraussichtlich noch in diesem Jahr, erklärte das Unternehmen am Morgen in Ratingen. Befesa strebt dabei in den sogenannten Prime Standard, was einen raschen Aufstieg in einen Index der Dax-Familie ermöglichen würde.

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Befesa. | Bildquelle: picture alliance / ZB

Der Finanzinvestor Triton, der Befesa 2013 für rund 1,1 Milliarden Euro einschließlich Schulden von der spanischen Abengoa kaufte, hatte statt des Börsengangs auch einen Verkauf des Unternehmens geprüft. Befesa dürfte mit 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro ohne Schulden bewertet werden.

Verkauf an Glencore

Befesa recycelt Wertstoffe aus der Stahl- und Aluminiumindustrie. Den Stahlkonzernen nimmt das Unternehmen den umweltschädlichen Stahlstaub ab, kassiert dafür eine Gebühr, und gewinnt bei dessen Aufbereitung Zink. Das Metall verkauft Befesa unter anderem an Rohstoffhändler wie Glencore.

Ähnlich läuft das Geschäft mit der Aluminiumindustrie, für die Befesa Salzschlacke recycelt. 2016 kam Befesa auf einen Umsatz von 612 Millionen Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) lag bei 133 Millionen Euro, davon stammten rund 80 Prozent aus dem Geschäft mit dem Stahlstaub.

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Befesa. | Bildquelle: picture alliance / ZB

Anzahl der platzierten Aktien noch offen

Befesa hat seine Wurzeln in der einst bereits börsennotierten Berzelius Umwelt Service (BUS) und wurde schließlich 2013 vom Finanzinvestor Triton übernommen. Befesa bezeichnet sich selbst als Marktführer in seinem Bereich in Europa und Asien. Das Unternehmen betreibt Anlagen in Deutschland, Spanien, Schweden, Frankreich, Großbritannien sowie in der Türkei und Südkorea. Befesa profitiert dabei grundsätzlich von schärferen Umweltauflagen.

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Wie viele Aktien platziert werden, ließ Befesa offen. Das Unternehmen erwarte nach dem Börsengang einen ausreichenden Streubesitz, hieß es lediglich. Sämtliche angebotenen Aktien sollen aus dem Bestand von Triton stammen, Befesa selbst fließen durch die Börsennotierung also keine Erlöse zu. Der Finanzinvestor, der mehr als 90 Prozent an Befesa hält, wolle in erheblichem Umfang investiert bleiben.

Wachstumschancen in Asien

Wachstumschancen sieht der Metallrecycler angesichts der strengeren Umweltvorschriften insbesondere in Asien. Bislang liegt der Schwerpunkt des Geschäfts auf Spanien und Deutschland. Nach dem Börsengang will Befesa 40 bis 50 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausschütten.

Begleitet wird der Börsengang federführend von Citigroup, Goldman Sachs und J.P.Morgan. Befesa war bereits von 1998 bis 2011 an den Aktienmärkten in Madrid und Bilbao notiert.

lg