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Merck legt bei Versum-Angebot kräftig nach

Stand: 08.04.2019, 13:54 Uhr

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck legt im Übernahmepoker um den US-Elektronikmaterialienhersteller Versum nach. Der Dax-Konzern bietet nun einen Preis von 53 Dollar je Aktie in bar statt der vorher offerierten 48 Dollar, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten.

Der Vorstand des US-Konzerns findet das Angebot nun besser als den bislang geplanten Zusammenschluss mit dem Wettbewerber Entegris. Versum beabsichtige, den Fusionsvertrag zu kündigen und eine Vereinbarung mit Merck abzuschließen. Entegris könne aber noch bis zum 11. April Änderungen an dem Fusionsvertrag vorschlagen.

Merck würde damit inklusive Schulden knapp 6,5 Milliarden Dollar für Versum zahlen. Das Unternehmen habe den höheren Übernahmepreis in Aussicht gestellt, nachdem es Einblick in die Bücher von Versum erhalten habe, erläuterte ein Merck-Sprecher. Merck hatte Ende März eine feindliche Offerte für Versum vorgelegt, nachdem Versum zuvor die Avancen von Merck immer wieder zurückgewiesen hatte.