James Bond springt im Film

Nicht im Auftrag Ihrer Majestät Mercedes rettet Aston Martin

Stand: 28.10.2020, 12:48 Uhr

Die Daimler-Pkw-Tochter Mercedes-Benz steigt im großen Stil bei dem kriselnden britischen Luxuswagenhersteller Aston Martin ein und sichert sich bis zu 20 Prozent der Anteile.

Die Mercedes-Benz AG hat eine verstärkte Partnerschaft mit Aston Martin angekündigt. Dazu gehört auch ein neues strategisches Technologieabkommen. Die Mercedes-Benz AG gewähre Aston Martin Zugang etwa zu Hybrid- und Elektroantriebssträngen sowie anderen Fahrzeugkomponenten und -systemen, teilte der Autobauer am Dienstagabend mit.

Im Gegenzug erhalte Daimler neue Aktien von Aston Martin, die in den nächsten drei Jahren in mehreren Schritten bis zu einem Gesamtwert von 286 Millionen Pfund ausgegeben würden. Dadurch stocken die Stuttgarter ihren Anteil an Aston Martin von derzeit 2,6 Prozent auf bis zu maximal 20 Prozent aus.

Auch Vettel setzt auf Aston Martin

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass auch der künftig für das Aston-Martin-Team in der Formel 1 fahrende Rennfahrer Sebastian Vettel Aktien des Unternehmens besitzt. Aston Martin war im Oktober 2018 für damals 1900 Pence je Aktie an die Börse gegangen.

Recht zügig danach ging es rasant bergab mit dem Kurs - im ersten Halbjahr belastete zudem die Ausgabe neuer Aktien. Zuletzt kostete die Aktie nur noch etwas mehr als 50 Pence.

Große, elektrische Hoffnungen

Die Briten, die unter anderem für die Autos aus den James-Bond-Filmen bekannt sind, leiden seit geraumer Zeit unter einer Flaute und setzen große Hoffnungen in den ersten eigenen SUV namens DBX. Die Technologie von Mercedes-Benz werde "grundlegend dafür sorgen, dass unsere künftigen Produkte wettbewerbsfähig bleiben", erklärte nun Aston-Martin-Chef Tobias Moers.

Derzeit setzen viele Sportwagenbauer auf eine elektrische Zukunft: Audi mit seinem e-tron, Porsche mit seinem elektrischen Taycan. Auch Daimlers Tochter AMG will in den kommenden Jahren verstärkt in diese Richtung gehen.

ag/dpa-AFX