Condor-Flieger am Boden

Nach Thomas Cook-Pleite Offenbar mehrere Interessenten für Condor

Stand: 13.12.2019, 14:52 Uhr

Die zum Verkauf stehende Ferienflieger-Airline Condor erregt offenbar das Interesse mehrerer Investoren. Mindestens drei Gruppen hätten einem Bericht nach unverbindliche Angebote vorgelegt.

Wie die "Wirtschaftswoche" berichtete, legte unter anderem auch der US-Investor Apollo ein Angebot für die Airline vor. Apollo lote derzeit ein Bündnis mit verschiedenen deutschen Reiseveranstaltern aus, um seine Chancen für einen Zuschlag zu erhöhen.

Noch vor Weihnachten sollen verbindliche Angebote für die Condor-Übernahme eingehen. Für die Airline ist dies nicht unwichtig. Denn einen Überbrückungskredit des Bundes und des Landes Hessen in Höhe von 380 Millionen Euro, mit dem die Airline vorerst weiterfliegen kann, muss dem Bericht zufolge bis Mitte April 2020 zurückgezahlt werden.

Auch deutsche Bieter

Auch deutsche Unternehmen buhlen um den Zuschlag, Condor übernehmen zu können. So haben dem Bericht zufolge Anbieter wie DER Touristik oder Schauinsland Reisen ein starkes Interesse, die Airline ihr Eigen nennen zu dürfen. Sie wollen im deutschen Ferienflugmarkt nicht ausschließlich von der Lufthansa und Tui abhängig sein.

Lufthansa: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
15,00
Differenz relativ
-1,64%

Tui

Tui: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
10,55
Differenz relativ
+0,67%

Kein Interesse bei Ryanair

Condor ist schon seit längerem auf der Suche nach einem Käufer. Bereits im Herbst dieses Jahres erklärte die irische Billigflug-Gesellschaft Ryanair, dass sie kein Interesse habe, weitere Airlines zu kaufen. Damals zeigte sich auch die Deutsche Lufthansa zögerlich. Branchenbeobachter sind der Meinung, dass das Condor-Geschäftsmodell für die Lufthansa nicht mehr wirklich interessant sei, da viele Fluggäste nicht mehr über den Reiseveranstalter kämen.

ms