Drei Herren in Anzügen

Digitalkompetenz ausbaufähig MDax-Kontrolleure internationaler

Stand: 30.09.2019, 07:50 Uhr

Von wegen provinziell: Die Aufsichtsräte der MDax-Unternehmen haben mehr Mitglieder mit internationalem Background als die Konzerne im Dax. Dafür hapert es an anderer Stelle, hat eine aktuelle Studie herausgefunden.

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Laut der US-Personalberatung Russell Reynolds sind die Aufsichtsräte der im MDax gelisteten Aktiengesellschaften internationaler besetzt als die der Dax-Konzerne. In den mittelgroßen Unternehmen kämen 27 Prozent der Kontrolleure nicht aus dem deutschen Sprachraum, in den Dax-Konzernen seien es dagegen nur 20 Prozent. In vielen Gremien dürften dabei internationale Invetoren eine wichtige Rolle spielen, die bei den Maschinenbauern oder Autozulieferern an Bord sind.

Weniger digital, weniger Frauen

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Bei der Digitalkompetenz liegen die MDax-Konzerne hingegen zurück: Nur 43 Prozent der Unternehmen hätten einen Experten für Digitalisierung im Aufsichtsrat. Und auch beim Frauenanteil sehen die Unternehmensberater Nachholbedarf. Der MDax habe dieses Jahr zwar zum ersten Mal die gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent knapp überschritten, zwei Jahre später als die Dax-Konzerne. Aber 40 der 60 Unternehmen im MDax hätten noch keine einzige Frau im Vorstand.

Vergütungsgefälle zum Dax

Die MDax-Aufsichtsräte haben laut der Studie weniger Mitglieder, "und die Vergütung liegt mit durchschnittlich 100 000 Euro pro Jahr fast 50 Prozent unter der Bezahlung der Dax-Kollegen", so Russell Reynolds. Das Gehaltsgefälle sei ähnlich wie im Dax: Vorstandschefs im MDax verdienten 13 Mal mehr als ihre Aufsichtsratsvorsitzenden, "im Durchschnitt rund 2,4 Millionen Euro".

AB