McDonald's Big Mac

Wegweisendes Urteil McDonald's verliert sein Markenzeichen "Big Mac"

Stand: 18.01.2019, 10:23 Uhr

Wenn man ein Produkt mit McDonald's verbindet, dann ist es der Big Mac. Eine irische Burger-Kette hat um die Markenrechte des bekannten Burgers gekämpft - und gewonnen. Was bedeutet das für McDonald's?

Das Fast-Food-Unternehmen verliert sein Markenzeichen. Das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) hat in einem Urteil für den irischen Konkurrenten "Supermacs" und somit gegen McDonald's entschieden. Der Name "Big Mac" ist künftig nicht mehr exklusiv nutzbar.

Die Behörde begründete ihre Entscheidung damit, dass das Unternehmen in den fünf Jahren bis zur Aufnahme des Falles 2017 nicht ausreichend beweisen konnte, die Marke "Big Mac" für alle Waren und Dienstleistungen, für die sie registriert wurde, zu nutzen.

Das US-Unternehmen hatte "Big Mac" als Namen 1996 für Gerichte registriert. Darunter war allerdings nicht nur der Burger, sondern auch zahlreiche andere Produkte: Brot, Kuchen, Kekse, Schokolade und Tee. Die Marke "Big Mac" vorwiegend für Burger zu benutzen, könnte dem Unternehmen nun zum Verhängnis geworden sein.

Rechtsstreits sind keine Seltenheit

Bleibt das Urteil bestehen, hätte das große Folgen für McDonald's. Dann könnten auch andere Restaurants in Europa den Namen "Big Mac" für ihre Gerichte nutzen. Denn mit der Entscheidung würden die Namensrechte des Fast-Food-Riesen verfallen. Gegenüber CNBC teilte McDonald's mit, Berufung einlegen zu wollen.

Das Urteil würde aber auch die Tür für andere Rechtsstreits öffnen. McDonald's hält nämlich unter anderen auch noch die Rechte an dem Namen "Chicken McNuggets". Rechtliche Auseinandersetzungen um Markennamen sind bei dem Fast-Food-Unternehmen keine Seltenheit. 2009 konnte eine malaysische Kette den Streit um den "McCurry" für sich entscheiden. Die Auswirkungen beim Kassenschlager "Big Mac" könnten allerdings dramatischer für die Amerikaner sein.

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Am Anfang von McDonald's stand nicht etwa der Burger - sondern der Hot Dog. Hackfleisch galt um 1900 als Arme-Leute-Essen. Die Menschen waren misstrauisch, ob Gehacktes nicht verrottet und voller Chemikalien war. Im Essens-Ranking kamen Burger in den 20er Jahren noch hinter Spinat. Als Richard ("Dick") und Maurice ("Mac") McDonald 1937 ihr erstes Drive-in-Restaurant in Pasadena eröffneten, standen deshalb auch Hot Dogs und nicht Burger auf der Speisekarte.

mgo