McDonald's

68 Prozent weniger Corona frisst Gewinn von McDonald's auf

Stand: 28.07.2020, 15:20 Uhr

Die Ausgeh-Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben den weltgrößten Fast-Food-Konzern hart getroffen. Im abgelaufenen Quartal brachen Umsatz und Gewinn dramatisch ein. Da halfen auch Drive-thru und Take-away wenig.

Ausgerechnet im 80. Jubiläumsjahr steckt McDonald's in der schwersten Krise seiner Geschichte. Der Fast-Food-Kette brach wie fast allen Restaurants die wichtigste Stütze ihres Geschäfts weg: der Kunde. Der Umsatz schrumpfte im zweiten Quartal um 30,5 Prozent auf 3,76 Milliarden Dollar, der Gewinn stürzte gar um 68 Prozent auf 438,8 Millionen Dollar ab.

Drive-thru und Take-away als Alternative

Am schlimmsten war es im April. Der Absatz brach um 39 Prozent ein. Im Mai betrug das Minus noch 21 Prozent. Zahlreiche Restaurants konnten Kunden nur dann bedienen, wenn sie ihr Essen im Auto entgegennahmen oder nach Hause bestellten. Erst im Juni normalisierte sich die Situation etwas.

Ende Juni wurden fast alle der rund 39.000 McDonald's-Filialen weltweit wieder geöffnet. Allerdings bleibt der Geschäftsbetrieb in vielen der Schnellrestaurants begrenzt. Einige setzen weiter auf Drive-thru, Take-away und Essenslieferungen.

Konzernchef Chris Kempczinski betonte, dass sich die Lage mit der Lockerung der Lockdown-Maßnahmen rund um den Globus im Verlaufe des Quartals kontinuierlich verbessert habe. McDonald's sei gut aufgestellt, um erfolgreich und letztendlich gestärkt durch die Krise zu kommen.

Zahlen bereiten den Anlegern Bauchschmerzen

Anleger sind skeptisch. Ihnen bereiten der Umsatz- und Gewinnschwund Bauchschmerzen. Die Aktien des Hamburger-Imperiums verloren im vorbörslichen Handel rund zwei Prozent an Wert. Seit Jahresbeginn haben die Fast-Food-Titel rund acht Prozent verloren.

Veränderte Essgewohnheiten und zunehmende Konkurrenz hatten schon vor der Corona-Krise McDonald's zugesetzt. Auch im boomenden Fleischersatzmarkt tut sich der Fast-Food-Riese schwer. Nach sechs Monaten wurde vor kurzem ein Test mit Beyond Meat, dem führender Anbieter veganer Buletten, in Kanada beendet. Angeblich mit enttäuschenden Ergebnissen, heißt es in einer Studie von Barclays.

nb