McDonald's, 1940, Kalifornien

Strammes Wachstum McDonald's: Jetzt gibt's mehr Hühnchen

Stand: 29.01.2020, 14:23 Uhr

Die amerikanische Fast-Food-Kette McDonald's hat im Weihnachtsquartal gute Geschäfte gemacht. Doch so ganz ist die Börse nicht zufrieden.

Der Umsatz in den USA stieg auf vergleichbarer Basis um 5,1 Prozent, wie das Unternehmen um 13 Uhr MEZ mitteilte. Damit lagen die Zahlen über den Schätzungen der Marktexperten, die im Schnitt mit einem Plus von 4,7 Prozent gerechnet hatten. Der Konzern profitierte von Preiserhöhungen und der Installation von Bestellterminals in immer mehr Filialen.

Auch auf internationaler Ebene konnte McDonald's im Schlussquartal mehr Kunden in seine Schnellrestaurants locken. Insgesamt stieg der Umsatz weltweit um vier Prozent auf 5,35 Milliarden Dollar. Hier hatten Analysten im Schnitt 5,31 Milliarden Dollar erwartet. Die weltweiten Verkäufe in den bereits vor einem Jahr bestehenden Filialen stiegen um 5,9 Prozent.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie bezifferte das Unternehmen auf 1,97 Dollar und lag damit um einen Cent über den Markterwartungen. Unter dem Strich verdiente McDonald's im letzten Jahresviertel 1,57 Milliarden Dollar und damit rund elf Prozent mehr als im Vorjahr.

Nicht alles läuft zur Zufriedenheit

Allerdings sanken die Gästezahlen in den Restaurants in den USA um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Grund ist die zunehmende Konkurrenz und die Tendenz der älter werdenden Bevölkerung mehr zu Hause zu essen.

Zudem kündigte der Fast-Food-Konzern an, für eine begrenzte Zeit zwei Hähnchensandwiches landesweit als Frühstücksangebot verkaufen zu wollen. Die Maßnahme gilt als Schritt, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten, die ihrerseits Frühstücksangebote ausbaut.

McDonald’s bestätige zudem seine Langfristziele. So soll der Gewinn je Aktie jährlich im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. Die Gesamtumsätze inklusive der Franchise-Partner sollen um jährlich drei bis fünf Prozent zulegen.

Die McDonald's-Aktie verlor im vorbörslichen Handel ein knappes Prozent auf 209 Dollar.

ME/dpa