McDonald's

Gewinneinbruch wegen Corona McDonald's: Kein Auslauf, keine Kunden

Stand: 30.04.2020, 15:38 Uhr

Dass Schnellrestaurants wie McDonald's gerade harte Zeiten durchmachen, weiß jeder. Jetzt kennen wir die Details: Beim Burgerbrater bricht der Gewinn ein, aber es hätte auch schlimmer kommen können.

Die Corona-Pandemie hat dem weltgrößten Fast-Food-Konzern McDonald's einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im ersten Quartal sank der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um knapp 17 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr waren es noch 1,3 Milliarden gewesen.

"Die globale Krise durch die Covid-19-Pandemie hat unser Geschäft erheblich beeinträchtigt, wir bewegen uns weiter in einem sehr schwierigen und unberechenbaren Umfeld", erklärte Konzernchef Chris Kempczinski. Die Erlöse fielen um rund sechs Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. Experten waren zuvor etwas pessimistischer gewesen.

Der flächenbereinigte Umsatz in Filialen sank weltweit um 3,4 Prozent. Allein im März waren die flächenbereinigten Erlöse global um 22,2 Prozent gesunken.

Drastischer Einbruch ab Ende Februar

Bis Ende Februar seien die Geschäfte noch gut gelaufen, dann habe die weltweite Ausbreitung des Coronavirus die Verkäufe drastisch einbrechen lassen, hieß es in der Mitteilung.

Wer auf seinen Burger nicht verzichten kann, wird natürlich trotzdem irgendwie bedient: Zwar seien 75 Prozent der rund 39.000 Schnellrestaurants weltweit weiter in Betrieb, jedoch liege der Fokus auf Drive-thru, Take-away und Essenslieferungen.

McDonald's-Lieferservice in Südkorea

McDonald's-Lieferservice in Südkorea. | Bildquelle: picture alliance / dpa

In den USA seien 99 Prozent aller Restaurants geöffnet, in China ebenso. Dort seien die Chinesen aber noch nicht zu ihren Vorkrisengewohnheiten zurückgekehrt, teilt das Management mit. Das habe negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Fastfood. Die Geschäftsprognose für 2020 hatte der Konzern bereits zurückgezogen.

ts