McDonald's New York
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Starker Wettbewerb McDonald's bleibt in Amerika hinter den Erwartungen

Stand: 30.01.2019, 15:14 Uhr

Die Fastfood-Kette hat zum Jahresschluss in Amerika weniger verkauft als von Experten erwartet. Der Wettbewerb machte McDonald's zu schaffen. Doch die Aktie bleibt davon fast unberührt.

Der Fastfood-Riese hat in seinen US-Lokalen im vierten Quartal das geringste Umsatzwachstum seit fast zwei Jahren verzeichnet. Insgesamt sank der Konzernumsatz im letzten Quartal um drei Prozent auf 5,16 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2018 gab es einen Rückgang um rund acht Prozent auf 21,0 Milliarden Dollar. Allerdings nimmt die Schnellrestaurantkette hier bewusst Abstriche in Kauf, da viele Filialen gezielt an Franchise-Nehmer abgegeben werden.

Der Erlös in den Geschäften in den USA, die seit mindestens 13 Monaten geöffnet sind, legte hingegen um 2,3 Prozent zu - weniger als Analysten erwartet hatten. Weltweit stieg der Absatz um 4,4 Prozent. Der Nettogewinn verdoppelte sich wegen eines Steuereffektes aus dem Vorjahr und stieg auf 1,42 Milliarden Dollar von knapp 699 Millionen vor Jahresfrist. "Unsere Leistung 2018 war stark", kommentierte Konzernchef Steve Easterbrook.

Apps und Rabatte sollen Konkurrenten fernhalten

Die Aktie blieb fast unberührt von den Zahlen. Zunächst geriet die Aktie vorbörslich leicht ins Minus, zuletzt stieg sie in New York vor Börsenstart um 0,2 Prozent. In diesem Jahr will das Unternehmen über Dividenden und Aktienrückkäufe insgesamt neun Milliarden Dollar an die Anteilseigner ausschütten, vergangenes Jahr waren es 8,5 Milliarden.

In Amerika gerät McDonald's zunehmend unter Druck. Das Unternehmen leidet unter dem zunehmenden Wettbewerb mit örtlichen Restaurants und anderen Ketten, wie Burger King, Wendy's oder Shake Shack. McDonald's versucht die Konkurrenten mit Bestell-Apps, Selbstbedienungssäulen und Rabatten abzuschütteln.

mgo