Mastercard Kreditkarte

Wachstum treibt die Geschäfte Mastercard steckt den Super-Gau locker weg

Stand: 23.08.2019, 14:26 Uhr

Für einen Finanzdienstleister ist es ein besonders schwerer Schlag, wenn sensible Kundendaten verloren gehen. Genau das ist beim Kreditkartenanbieter Mastercard passiert. Doch die Börse reagiert gelassen. Denn Mastercard kann sich vor Wachstum kaum retten.

Jahr für Jahr klettern Umsätze und Gewinne bei dem amerikanischen Unternehmen nach oben. Allein seit dem Jahr 2014 kletterten Umsatz und Gewinn um mehr als die Hälfte. Kreditkarten verbreiten sich weltweit immer stärker. Dem weltweiten Wirtschaftsaufschwung und der damit verbundenen Kauflaune der Verbraucher sei Dank. Bezeichnenderweise residiert die Mastercard Corporation denn auch im Bundesstaat New York im Städtchen "Purchase", zu deutsch "Einkauf".

Apple Card im Blick

Apple Kreditkarte

Apple Kreditkarte. | Bildquelle: picture alliance / AP Images

Zukünftig dürfte das Wachstum durch eine Kooperation mit Apple und Goldman Sachs angetrieben werden. Apple bringt gemeinsam mit Goldman Sachs die Apple Card heraus. Diese Kreditkarte aus Titan enthält auf der Vorderseite nur das Apple Logo, den Chip und den Namen des Kreditkarteninhabers. Die Kartennummer, das Gültigkeitsdatum und die Prüfnummer sind aus Sicherheitsgründen nicht mehr angegeben. Die Kreditkarte ist in erster Linie dazu gedacht, sie im iPhone zu hinterlegen und dann mit dem Smartphone und dem Bezahldienst Apple Pay zu bezahlen. Mastercard wickelt die Zahlungen ab, Goldman Sachs garantiert diese - übrigens der erste Kundenkontakt der Investmentbank mit Endkunden überhaupt.

Die Kooperation zeigt, dass das Kreditkartengeschäft auch weiterhin von Innovationen geprägt sein dürfte.

Vorfall bei Mastercard-Kooperationspartner

Somit werden aktuellen Vorkommnisse in Deutschland wohl bald wieder in Vergessenheit geraten. Bei dem Datenleck im deutschen Mastercard-Bonusprogramm waren Listen mit vollständigen Kartennummern in Umlauf gelangt. Mastercard verwies darauf, dass ein Dienstleister, der das Bonusprogramm betrieb, "einen Sicherheitsvorfall erlitten" habe. Es gebe dabei keine Verbindung zum Zahlungsnetzwerk von Mastercard.

Immerhin waren das dazugehörige Ablaufdatum und die Probenummer auf der Rückseite der Karte nicht Teil des Datenlecks. Damit können die geleakten Kartennummern nicht direkt für Einkäufe im Internet verwendet werden, weil dabei mindestens auch das Ablaufdatum abgefragt wird.

ME