cSi-Vakuumbeschichtung bei Manz

Solarbereich als Bremsklotz Manz mit klarer Ergebnisverbesserung

Stand: 12.03.2019, 09:28 Uhr

Der Spezialmaschinenbauer kann mit zweistelligen Zuwachsraten für das vergangene Jahr aufwarten. Auf der Ergebnisseite bleiben allerdings Wünsche offen. Im wichtigsten Bereich Solar stagnierte das Geschäft 2018.

Das umsatzstärkste Segment stiegen die Erlöse nur noch minimal auf 105 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in dem Bereich sackte deutlich von 34,4 auf 14,4 Millionen Euro ab. Dies ist auch der Grund dafür, dass konzernweit das Ebit bei eher bescheidenen 1,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr landete. Im Jahr zuvor hatte der Ergebniswert aber deutlich in der Verlustzone gelegen.

Energiespeicher-Bereich gefragt

Beim Umsatz schaffte im vergangenen Jahr eine Steigerung um zwölf Prozent auf 297 Millionen Euro. Das lag maßgeblich an den beiden anderen Geschäftsbereichen, die deutlich stärkere Wachstumsraten aufbieten und derzeit auch profitabler arbeiten. Dies ist insbesondere der Bereich Energy Storage, aber auch in der kleineren Sparte Contract Manufacturing laufen die Geschäfte deutlich besser.

Martin Drasch, Vorstandschef sieht die Ziele erst einmal erreicht aber noch Luft nach oben: "Wir sind mit dem klaren Anspruch in das Geschäftsjahr 2018 gestartet, die Wettbewerbs- und Renditefähigkeit der Manz AG weiter nachhaltig zu steigern und damit die Turnaround-Strategie des Vorjahres fortzuführen. Mit dem deutlichen Umsatzplus und der Rückkehr in die operative Gewinnzone ist uns dies sehr erfolgreich gelungen."

Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr ist dagegen eher verhalten. Finanzvorstand Manfred Hochleitner teilte am Dienstag mit: "2019 wollen wir natürlich dort weitermachen, unseren Umsatz erneut steigern und das Ergebnis weiter verbessern."

Anleger geben Vorschuss

Auf Anlegerseite dürfte nun spannend sein, zu verfolgen, ob das "Glas" bei der Manz-Aktie eher halbvoll oder halbleer ist. In den vergangenen Jahren hatte der Titel nach langem Höhenflug vorher mit empfindlichen Verlusten auf die zwischenzeitlich schlechtere Geschäftsentwicklung reagiert. Am Dienstag klettert die Aktie jedenfalls erst einmal klar in die Pluszone auf Kurse über 23,50 Euro.

AB