Lyft (Pressematerial)

Mitfahrdienste Lyft rückt näher an Uber heran

Stand: 20.10.2017, 16:53 Uhr

Die Google-Mutter Alphabet wendet sich zunehmend von Uber ab. Der Internet-Riese steigt beim Uber-Rivalen Lyft ein und investiert gut eine Milliarde Dollar. Droht jetzt ein Straßenkampf der Fahrdienst-Vermittler?

Bisher lag Lyft bei den Mitfahrdiensten weit abgeschlagen hinter Uber. Das könnte sich aber nun bald ändern. Die Firma gewinnt zunehmend Marktanteile in den USA. Zudem plant sie laut Medienberichten eine internationale Expansion. Vor allem in London sieht der Fahrdienstvermittler Potenzial. Rivale Uber hat in der britischen Hauptstadt seine Taxilizenz verloren.

Milliarden-Spritze von Google

Rückendeckung erhält Lyft nun vom Internet-Riesen Alphabet. Über den Investmentarm CapitalG steckt der Google-Konzern eine Milliarde in die Kasse von Lyft. Damit ist Lyft inzwischen mit elf Milliarden Dollar bewertet.

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Lyft. | Bildquelle: Unternehmen

Über sechs Mal mehr wert ist Uber. Der führende Fahrdienst-Vermittler wird aktuell mit 69 Milliarden Dollar bewertet. Die Skandale und die aggressiven Geschäftsmethoden des inzwischen abgetretenen Chefs Travis Kalanick haben aber das Ansehen von Uber beschädigt. Manche Geldgeber könnten abspringen. Ob der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi das ramponierte Image wieder aufpolieren kann, ist ungewiss.

Streit zwischen Alphabet und Uber

Das Verhältnis zu einem der wichtigsten Investoren, Alphabet, hat sich offensichtlich verschlechtert. Die Alphabet-Tochter Waymo hat eine Klage gegen Uber wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen rund um selbstfahrende Autos eingereicht. Bald soll es zu einem Prozess kommen. Uber hat Alphabet den Roboterwagen-Entwickler Anthony Lewandowski abgeworben. Dieser soll vertrauliche Unterlagen mitgenommen haben. Alphabet hat sich vor vier Jahren an Uber mit 250 Millionen Dollar beteiligt und saß mit einem Vertreter im Uber-Verwaltungsrat.

nb