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Tiffany offenbar wenig begeistert LVMH will Tiffany schlucken

Stand: 27.10.2019, 19:12 Uhr

Der französische Luxusgüter-Hersteller hat Sondierungsgespräche zur Übernahme des Edeljuweliers Tiffany bestätigt. Ob es zu einer Einigung komme, sei aber noch offen.

Am Wochenende waren Übernahmespekulationen bekannt geworden, die der französische Luxusgüter-Konzern LVMH heute bestätigte. Insbesondere die Tiffany-Aktie legte daraufhin kräftig zu - um ein Drittel auf gut 130 Dollar.

Einigung ist unsicher

Ob es zu einer Einigung zwischen den beiden Luxuskonzernen kommt, ist allerdings noch offen. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, wolle Tiffany das Angebot ablehnen.

Der US-Konzern ist derzeit an der Börse gut zwölf Milliarden Dollar wert, LVMH ist beinahe 20 mal so viel wert. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, ist der französische Konzern bereit, circa 120 Dollar pro Tiffany-Aktie zu bezahlen.

Größte Übernahme von LVMH

LVMH besitzt die Rechte an weltweit über 70 Marken. Sollte der französische Konzern den US-Juwelier übernehmen, wäre es die bislang größte Übernahme für LVMH. Im Jahr 2017 legte der Luxuskonzern sieben Milliarden Dollar für die restlichen Anteile von Christian Dior auf den Tisch. LVMH hat seinen Sitz in Paris und wird von Frankreichs reichstem Mann, Bernard Arnault, geführt.

ms

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Taschen von Louis Vuitton.

Louis Vuitton
Herz des Konzerns ist Louis Vuitton. Das 1854 gegründete Luxusunternehmen vertrieb zunächst exklusive Koffer und später dann exklusive Handtaschen. In den letzten 20 Jahren stieg Vuitton in den Mode-, Uhren- und Schmuck- und Parfum-Bereich ein. Heute ist Louis Vuitton die wertvollste Marke des LVMH-Konzerns mit über 20 Milliarden Euro. Gut ein Viertel des Umsatzes entfällt auf Louis Vuitton.