Taschen von Louis Vuitton.

Gewinnsprung LVMH: Luxus ist en Vogue

Stand: 24.07.2018, 19:44 Uhr

Ob Mode, Handtaschen, Parfums oder alles andere, was die Reichen und Schönen noch glücklich macht. Der französische Luxuskonzern LVMH ist voll im Trend, wie die Zahlen des zweiten Quartals gezeigt haben.

Vor allem dank glänzender Geschäfte mit mit Uhren und Schmuck hat LVMH im zweiten Quartal einen Gewinnsprung von 41 Prozent im Jahresvergleich auf satte 3,0 Milliarden Euro hingelegt. Der Umsatz des Luxuskonzerns, dessen Aktie im Pariser Auswahlindex CAC40 enthalten ist, legte um um zehn Prozent auf 21,8 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Abend nach Börsenschluss bekannt gab. Damit übertraf LVMH auch die Erwartungen von Analysten.

Es hätte sogar noch mehr sein können

Zu LVMH gehören unter anderem so bekannte Marken wie Louis Vuitton, Moet, Hennessy und Fendi. Im Geschäft mit Mode, Handtaschen und Parfum gab es ebenfalls deutliche Zuwächse. Dabei bremsten ungünstige Währungskurse noch den Aufwärtstrend. Rechnet man diesen Effekt und die Beendigung des Konzessionsgeschäfts am Flughafen Hongkong heraus, wäre der Umsatz konzernweit um 14 Prozent gestiegen. Das operative Ergebnis wuchs im fortgeführten Geschäft um 28 Prozent auf 4,65 Milliarden Euro. Vor allem in Asien und den USA hätten die Verkäufe stark angezogen, hieß es. Aber auch in Europa habe es gutes Wachstum gegeben.

Kursdelle fast schon ausgebügelt

Die LVMH-Aktie hat heute an der Pariser Börse mit einem Tagesgewinn von 2,75 Prozent die Kursmarke von 300 Euro wieder überschritten. Damit nähert sich das Papier seinem Jahreshoch im Mai und Juni bei rund 311 Euro, gleichzeitig das bisherige Rekordhoch. Danach hatte es zunächst Gewinnmitnahmen gegeben, die den Kurs bis auf rund 280 Euro drückten. Seit Anfang Juli erholt sich das Papier aber wieder.

Ausgebrochen war der Kurs Ende März, als die Aktie aus einer Seitwärtsbewegung bei 240 Euro ausbrach und dabei den Widerstand bei 260 Euro überwand. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Aktie bis heute mehr als verdoppelt.

dpa/rm