Audrey Hepburn 1961 als Holly Golightly in
Audio

US-Geschäft stärken Louis Vuitton frühstückt Tiffany

Stand: 25.11.2019, 07:22 Uhr

LVMH übernimmt den US-Juwelier Tiffany. Für den französischen Luxusgüterkonzern ist das der bislang größte Kauf. Um ans Ziel zu kommen, musste LVMH noch einmal kräftig drauflegen.

Der Preis für den US-Edel-Juwelier beträgt 16,2 Milliarden Dollar, das entspricht rund 14,7 Milliarden Euro. Damit bezahlt LVMH 135 US Dollar je Aktie, wie LVMH mitteilte. Ende Oktober waren Gespräche zwischen LVMH und Tiffany öffentlich geworden. Damals war in Medien von einem Gebot von 120 Dollar je Aktie die Rede gewesen, das die Franzosen erst letzte Woche laut Insidern auf 130 Dollar erhöht hatten.

Laut Mitteilung gebe es eine endgültige Vereinbarung für die Übernahme, die Aktionäre von Tiffany müssten allerdings noch zustimmen. Die Übernahme soll Mitte kommenden Jahres abgeschlossen werden.

LVMH hat alles, was Freude macht

Für LVMH ist die Übernahme von Tiffany die bisher größte. Der vor 182 Jahren gegründete Juwelier ist weltweit bekannt für seine türkisfarbenen Kartons und seine Rolle im Hollywoodfilm "Frühstück bei Tiffany's".

LVMH ist in Bereichen wie Mode, Kosmetika, Parfum und Spirituosen aktiv. Zum Unternehmen gehören auch die bekannten Champagnermarken Veuve Clicquot und Moët & Chandon.

Bei Uhren und Schmuck, das kleinste LVMH-Segment, sieht das Management noch Verbesserungspotenzial. Dort hat man bislang die Marken Bulgari und Tag Heuer im Angebot, die für einen Umsatzanteil von rund acht Prozent sorgen. Ferner soll mit dem Kauf das Geschäft in den USA gestärkt werden.

ts  

1/13

Das Luxus-Imperium von LVMH Von Bulgari bis Château d'Yquem

Taschen von Louis Vuitton.

Louis Vuitton
Herz des Konzerns ist Louis Vuitton. Das 1854 gegründete Luxusunternehmen vertrieb zunächst exklusive Koffer und später dann exklusive Handtaschen. In den letzten 20 Jahren stieg Vuitton in den Mode-, Uhren- und Schmuck- und Parfum-Bereich ein. Heute ist Louis Vuitton die wertvollste Marke des LVMH-Konzerns mit über 20 Milliarden Euro. Gut ein Viertel des Umsatzes entfällt auf Louis Vuitton.