Daniel Seth Loeb, CEO Thirdpoint

Plötzlich ist Alibaba wieder ein Kauf Loeb: Raus aus den Kartoffeln, rein...

Stand: 31.07.2017, 14:47 Uhr

Anleger, die ihr Portfolio an den Präferenzen von Daniel Loeb ausrichten wollen, haben es schwer. So empfiehlt der Hedgefondsmanager jetzt wieder Alibaba-Aktien, nachdem er sie Ende letzten Jahres noch aus seinem Portfolio geworfen hatte.

Doch bereits im Frühjahr dieses Jahres hat der Investor seine Meinung geändert. Loeb wittert wieder Potenzial beim chinesischen Online-Portal Alibaba. "Jetzt ist die Zeit, um Alibaba-Aktien zu halten", heißt es im jüngsten Quartalsbericht von Loebs Hedgefonds Third Point. Die in New York notierten Alibaba-Aktien haben zuletzt um über zwei Prozent zugelegt.

Daniel Loeb ist Gründer und Chef des Hedgefonds Third Point. Gestartet mit rund drei Millionen Dollar, verwaltet Third Point heute ein Vermögen von etwa 15 Milliarden Dollar. Der 55-Jährige hatte den Aufstieg von Alibaba bereits vor sechs Jahren vorausgesagt. Seither hat er wiederholt Geld in die Firma investiert, meist über den Umweg einer Beteiligung an Yahoo oder Softbank. Die beiden Firmen halten jeweils ein milliardenschweres Aktienpaket an Alibaba.

Prognosen übertroffen

Alibaba habe in den letzten Jahren seine Gewinn- , Umsatz- und Wachstumsprognosen immer wieder übertroffen, begründet Loebs Hedgefonds die neue Begeisterung für den E-Commerce-Riesen. Dass er erneut für einen Einstieg bei Alibaba werbe, habe auch damit zu tun, dass der Konzern seine Werbestrategie an die Nutzer angepasst habe und diese nun gezielter ansprechen könne. Diese Veränderungen seien ein Katalysator für weiteres Umsatzwachstum, prophezeit der Third Point-Gründer.

Wie hoch die Beteiligung ist, die Loeb nun bei Alibaba eingegangen ist, sagte ein Fondssprecher allerdings nicht. Tatsächlich hat sich der Ausstieg bei Alibaba zum Jahresende 2016 als gravierender Fehler erwiesen. Zwar hatte die Aktie bis Ende Dezember einen Durchhänger, doch zum Jahresanfang startete sie erneut durch - und hat sich seitdem verdoppelt (auf Dollarbasis).

Dickster Fisch

Der bisher dickste Fisch an der Angel des aktivistischen Investors ist Nestlé. Mit umgerechnet rund drei Milliarden Euro ist Loeb bei dem Konzern eingestiegen, was ihm einen Anteil von etwa 1,3 Prozent sichert und ihn auf Anhieb zum achtgrößten Aktionär des Konzerns macht. Damit ist Nestlé das größte Startinvestment von Loeb seit mehr als 20 Jahren. Für die Führungsriege der Männer im beschaulichen Vevey könnten damit unruhige Zeiten anbrechen.

lg

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