John Wick III, Lionsgate

Aktie schießt nach oben Lionsgate: Nicht nur John Wick sorgt für Rückenwind

Stand: 20.05.2019, 14:37 Uhr

Der Action-Held "John Wick" hat die Superhelden von "Avengers: Endgame" in den nordamerikanischen Kinocharts entthront. Aber noch aus einem anderen Grund ist die Aktie des kanadischen Medienkonzerns Lionsgate gerade sehr beliebt.

Der dritte Teil der Erfolgsreihe "John Wick"mit Schauspielstar Keanu Reeves spielte am Wochenende an den Kinokassen in den USA und Kanada rund 57 Millionen Dollar  ein und eroberte damit die Spitze, der Kinocharts, wie der "Hollywood Reporter" am Sonntag berichtete.

"Avengers: Endgame" spielte in seiner vierten Woche in den USA und Kanada nur noch rund 29,4 Millionen Dollar ein und rutschte auf den zweiten Platz. Weltweit hat das Superhelden-Epos inzwischen rund 2,6 Milliarden Dollar eingespielt und liegt damit weiter auf dem zweiten Platz der bislang umsatzstärksten Filme hinter James Camerons "Avatar - Aufbruch nach Pandora" aus dem Jahr 2009, der mit 2,79 Milliarden Dollar ganz oben steht.

"John Wick: Kapitel 3" soll in der kommenden Woche auch in die deutschen Kinos kommen. Für den kanadischen Medienkonzern Lionsgate ist ein Kassenknüller natürlich eine gute Nachricht. Die Aktie legt am Montag kräftig zu.

Medienbranche in Bewegung

Allerdings waren die Anleger bereits Ende vergangene Woche auf das Lionsgate-Papier aufmerksam geworden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass sich die CBS Corporation für den Pay-TV-Anbieter Starz interessiert, den Lionsgate 2016 für 4,4 Milliarden Dollar übernommen hatte. CBS soll 5,5 Milliarden Dollar bieten, schreibt Reuters und beruft sich dabei auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

In den USA ist die Medienbranche derzeit mächtig in Bewegung geraten. Disney wird immer mehr zum Rivalen der Streamingdienste von Netflix und Amazon, auch über eine Fusion zwischen Viacom und CBS wird wieder einmal spekuliert. Das nicht an der Börse gelistete US-Unternehmen National Amusements hält Mehrheitsbeteiligungen an beiden Unternehmen. Mehrheitseigentümer von National Amusements ist der 1923 geborene Sumner Redstone.

 ts