Schaufensterpuppe mit Levi's-Kleidung

Jeanshersteller verdient deutlich weniger Levi's sitzt schlecht

Stand: 10.07.2019, 07:52 Uhr

Vor vier Monaten feierte der legendäre Jeans-Hersteller ein fulminantes Comeback an der Börse. Doch die Zahlen nach dem IPO waren ernüchternd. Der Gewinn brach unerwartet deutlich ein.

Höhere Vertriebskosten und der stärkere Dollar haben Levi Strauss (Levi's) im abgelaufenen zweiten Quartal belastet. Hinzu kamen hohen Kosten für den Börsengang im März. Das alles schmälerte den Gewinn des Jeans-Herstellers um 63 Prozent auf unter dem Strich 29 Millionen Dollar (26 Millionen Euro) ein.

Zwar stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar, blieb damit aber ebenfalls unter den Prognosen der Experten. Das Unternehmen hatte vor kurzem sein Filialnetz ausgebaut und in sein Online-Geschäft investiert.

Aktien rutschen nach unten

Bei Anlegern kam die Bilanz zunächst nicht gut an. Die Aktie geriet nachbörslich zeitweise mit mehr als sechs Prozent ins Minus.

Der 166 Jahre alte Modekonzern, dessen Wurzeln auf den bayerischen Auswanderer Levi Strauss zurückgehen, war im März nach mehr als 30-jähriger Abwesenheit an die Börse zurückgekehrt. Doch die Euphorie am Markt ließ bald nach. Zuletzt notierte die Aktie des Unternehmens nur noch leicht über dem Ausgabepreis von 22 Dollar.