Langnese-Eis in einer Gefriertrue

Europäer schlecken weniger Eis Langnese verdirbt Unilever die Bilanz

Stand: 25.07.2019, 14:04 Uhr

Das durchwachsene Wetter im April und Mai hat den Eis-Konsum von Langnese in Europa und Nordamerika gebremst. Nur dank der größeren Nachfrage nach Waschmitteln und Kosmetik kam Unilever unbeschadet durchs Frühjahr.

Der Umsatz sank im abgelaufenen zweiten Quartal geringfügig um 0,1 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro. Bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte legten die Erlöse um 3,5 Prozent zu. Analysten hatten sich mehr erhofft.

Schwellenländer bringen Schwung

Das Wachstum kam vor alles aus den Schwellenländern. Dort betrug das Plus 7,4 Prozent. In den Industrieländern schrumpften dagegen die Erlöse um 1,6 Prozent. Schuld daran war vor allem das schwache Eisgeschäft. Die Unilever-Tochter Langnese verkaufte deutlich weniger Speiseeis in Europa und Nordamerika - wegen des regnerischen Wetters.

Gut entwickelte sich das Wasch- und Reinigungsmittelsegment. Auch in der Kosmetik und bei der Körperpflege gab es Zuwächse.

Im gesamten ersten Halbjahr fiel der Umsatz um 0,9 Prozent. Mitverantwortlich war dafür unter anderem der Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen.

Optimistisch für das Gesamtjahr

An seiner Jahresprognose hält der Konsumgüter-Konzern fest. Für das Gesamtjahr erwartet der "Langnese"-Hersteller ein bereinigtes Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent. "Die Beschleunigung des Wachstums bleibt unsere oberste Priorität", betonte der seit Januar amtierende Vorstandschef Alan Jope.

Anleger zeigten sich enttäuscht von der Unilever-Bilanz. Die Aktie des niederländisch-britischen Konsumgüterriesen fiel um 0,8 Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Konsumtitel rund 16 Prozent gewonnen.

nb