Steven Eisman
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Steve Eisman setzt auf fallende Kurse Die nächste Attacke auf Tesla

Stand: 31.07.2018, 12:04 Uhr

Seit Wochen steht die Aktie von Tesla unter Druck, weil die Produktion des "Model 3" stottert. Nun droht neuer Ärger: "Big Short"-Legende Steve Eisman wettet gegen Tesla. Derweil wirbt Deutschland um eine Tesla-Fabrik.

Der Elektroauto-Pionier hat bei seiner Suche nach einem Standort in Europa offenbar auch Deutschland im Visier. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" habe Tesla entsprechende Gespräche mit den beiden Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland über eine "Giga-Fabrik" zum Bau von E-Autos und Batterien geführt. Die Verhandlungen befänden sich aber noch in einem frühen Stadium.

Tesla-Gigafactory im Saarland und in Rheinland-Pfalz?

Grafische Darstellung der Tesla Gigafactory

Tesla Gigafactory. | Bildquelle: Unternehmen

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD) hatten bereits im Juni in einem gemeinsamen Brief um Tesla geworben und Tesla-Chef Elon Musk zum Gespräch vor Ort eingeladen. Das Saarland sei nicht nur in der Automobilindustrie breit aufgestellt, sondern auch als einer der weltweit führenden Standorte für Informatik und Künstliche Intelligenz bekannt, schrieben Hans und Rehlinger.

In Rheinland-Pfalz hat Tesla bereits einen Standort in der Eifel. Der Konzern kaufte 2016 den Maschinenbauer Grohmann aus Prüm, um seine Produktionslinien zu automatisieren.

Musk hatte im Juni getwittert, Deutschland sei eine "führende Wahl" für einen Standort in Europa. Die deutsch-französische Grenze mit ihrer Nähe zu den Benelux-Ländern wäre möglicherweise sinnvoll, erklärte er.

Aktie unter Druck

Der US-Elektroautobauer hat derzeit Probleme mit der Produktion seines "Model 3". Erst Ende Juni - mit einem halben Jahr Verspätung - erreichte Tesla das selbstgesteckte Ziel, in einer Woche 5.000 Fahrzeuge des Model 3 zu bauen. Das neue Modell soll die Firma aus der Nische eines Oberklassen-Anbieters in einen breiteren Markt bringen.

Weil Tesla mit der starken Nachfrage kaum nachkommt, fällt die Aktie. In den vergangenen Wochen sackte sie von 370 Dollar auf 290 Dollar ab. Viele Anleger setzen auf weiter fallende Kurse bei Tesla.

Eisman shortet Tesla

Nun nimmt auch noch Steve Eisman das Unternehmen ins Visier. Der Investor, der mit Wetten auf die platzende Immobilienblase ein Vermögen in der Finanzkrise verdiente und dessen Fall im Hollywood-Streifen "The Big Short" verfilmt wurde, shortet Tesla. Das heißt: Er setzt auf weiter fallende Kurse. Das sagte er in einem Interview mit Bloomberg.

Tesla-Surfbretter rasch ausverkauft

Rotes Tesla-Surfbrett

Tesla-Surfbrett. | Bildquelle: Unternehmen

Da hilft es Tesla-Chef Musk wenig, dass er mit neuen PR-Gags Tausende Dollar verdient. Am Wochenende hat der Unternehmer und Milliardär 200 Surfbretter mit dem Logo von Tesla verkauft – für 1.500 Dollar pro Stück. Innerhalb kurzer Zeit waren die Boards ausverkauft. Mit dem Verkauf der Surfbretter dürfte Musk gut 300.000 Dollar eingestrichen haben. Das Geld kann Tesla gut gebrauchen.

nb

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Das frühreife Kind
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