Knorr-Bremse
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Am Freitag ist es soweit Knorr-Bremse kann es gar nicht abwarten

Stand: 08.10.2018, 09:08 Uhr

Knorr-Bremse drückt bei seinem Börsengang aufs Gaspedal. Der Bremsenhersteller verkürzt die Angebotsperiode und beschleunigt den Börsengang. Offenbar ist die Nachfrage ziemlich groß.

Der Bremsenkonzern Knorr-Bremse teilte mit, dass das Ende der Angebotsperiode und die Bekanntgabe des Emissionspreises ist nun bereits für den 10. Oktober  geplant. Bislang war der 11. Oktober angepeilt. „Das große Interesse der Investoren ermöglicht es uns, das Angebot früher als zunächst geplant abzuschließen“, sagte Vorstandschef Klaus Deller. Das Börsendebüt im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse ist weiterhin für Freitag, den 12. Oktober geplant.

Das Münchner Unternehmen hatte die Preisspanne auf 72 bis 87 Euro je Aktie festgelegt. Am oberen Rand der Preisspanne könnte Knorr-Bremse mit einem Volumen von 4,21 Milliarden Euro der größte Börsengang des Jahres in Deutschland werden. Knapp dahinter läge das IPO der Siemens-Medizintechnik-Tochter Healthineers.

Weltmarktführer bei Zug- und Lastwagen-Bremsen

Knorr-Bremse-Eigentümer Heinz-Hermann Thiele war ursprünglich nur Geschäftsführer bei Knorr-Bremse und hatte 1986 die Mehrheit an dem angeschlagenen Unternehmen übernommen. Er machte es zum Weltmarktführer bei Zug- und Lastwagen-Bremsen mit einem Umsatz von 6,2 Milliarden Euro und 30.000 Mitarbeitern. In der "Forbes"-Liste der reichsten Deutschen steht der 77-Jährige auf Platz sieben. Was er mit dem Erlös machen will, lässt er bisher offen.

Heinz-Hermann Thiele

Heinz-Hermann Thiele. | Bildquelle: Imago

Deutschland steuert auf das beste Jahr für Börsenneulinge seit dem Boom am sogenannten Neuen Markt im Jahr 2000 zu. Im ersten Halbjahr hatten elf Firmen mit Emissionen im streng regulierten Prime Standard nach Reuters-Berechnungen zusammen 7,2 Milliarden Euro eingesammelt.

Neben Knorr-Bremse stehen vier weitere Unternehmen in den Startlöchern: der Chip-Anlagenbauer Exyte, der bis zu eine Milliarde Euro einsammeln will, der Online-Möbelhändler Westwing (147 Millionen), die Beteiligungsgesellschaft Primepulse (mindestens 250 Millionen) und der Elektroroller-Hersteller Govecs (90 Millionen).

ts

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Sonnen
Weiterhin geplant ist der Börsengang des auf Solarenergie-Speicher spezialisierten Batterieherstellers Sonnen aus Bayern. Sonnen stellt Batterien her, mit denen Haushalte Energie speichern können - für Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint.