Unternehmszentrale Knorr-Bremse in München
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Solides Wachstum Knorr-Bremse im Vorwärtsgang

Stand: 28.11.2018, 08:27 Uhr

Ob auf der Schiene oder auf die Straße - die Bremssysteme von Knorr bleiben gefragt. Im dritten Quartal steigerte der Börsen-Neuling Umsatz und Gewinn deutlich. Nur die Aktien kommen kaum auf Touren.

Die Titel von Knorr-Bremse steigen am Vormittag leicht um 0,8 Prozent. Mit 79,32 Euro notieren sie aber immer noch unter dem Ausgabekurs von 80 Euro. Mitte Oktober war der Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge an die Börse gegangen. Wenige Tage später kletterten die Aktien auf ein Rekordhoch von 86,18 Euro. Dieses Niveau konnte nicht gehalten werden.

Fast 60 Prozent mehr verdient

Etwas Schub bringen die Quartalszahlen am Mittwoch. Knorr-Bremse konnte von Juli bis Ende September den Umsatz um gut fünf Prozent auf fast 1,7 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn erhöhte sich gar um fast 60 Prozent auf knapp 190 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 13 Prozent auf 293,7 Millionen Euro zu.

Damit blieben vom Umsatz 17,6 Prozent an operativem Ergebnis hängen. Im Vorjahr hatte die Ebitda-Marge bei 16,4 Prozent gelegen.

Positiver Ausblick

Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatz von 6,6 bis 6,7 Milliarden Euro nach 6,15 Milliarden im Vorjahr. In den ersten neun Monaten betrugen die Erlöse bereits rund fünf Milliarden Euro. Knorr-Bremse beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 29.000 Mitarbeiter.

Neben Bremsen für Züge und Lkws setzt Knorr zunehmend auch auf Fahrerassistenz-Systeme. Sie kommen unter anderem in Straßenbahnen zum Einsatz. "Die Schiene ist der Lastesel der Mobilität", sagt Vorstandschef Klaus Deller.

Hinter den Kulissen hat weiterhin der Eigentümer Heinz Peter Thiele das Sagen. "Ich berate den Vorstand gefragt und ungefragt", scherzt er. Thiele hält noch 70 Prozent an Knorr-Bremse.

nb

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