Stahlproduktion

Preise im Aufwind steigen KlöCo macht Stahl-Hoffnungen

Stand: 12.03.2019, 10:47 Uhr

Gute Nachrichten vom Stahlhändler aus dem SDax, die sogar leicht auf die Kurse der Stahlhersteller wirken: Stahl wird derzeit tendenziell teurer, die Aktie von KlöCo wird es am Dienstag sogar ganz unmittelbar.

Der Titel steigt am Dienstagmittag einsam an die MDax-Spitze und legt satte zwölf Prozent zu. Für die zuletzt seitwärts schwankende Aktie von KlöCo ist die aktuelle Kursbewegung schon fast als ein Ausbruch nach oben in einen neuen Aufwärtstrend zu interpretieren. Mit derzeit 6,82 Euro ist die Aktie derzeit so teuer wie zuletzt Ende 2018, damals allerdings auf dem Weg nach unten.

Konjunkturhoffnungen inklusive

Aufwärts geht wohl auch mit den Stahlpreisen. Aussagen zu der steigenden Nachfrage nach dem Werkstoff in Europa und den USA sind maßgeblich für die Kursreaktion verantwortlich. Denn der Stahlhändler verdient bei höheren Preisen und mehr Geschäft im Handel naturgemäß perspektivisch besser. Dank der besseren Ausgangslage will das Unternehmen seine Erlöse 2019 sogar "deutlich" steigern.

Einige Anleger dürften dies sogar als Indiz für eine mögliche konjunkturelle Erholung nehmen. Dass auch den Stahlherstellern möglicherweise steigende Erlöse und Erträge winken, führt am Dienstag sogar dazu, dass die Papiere von ThyssenKrupp im Dax und Salzgitter im MDax ebenfalls klettern.

Dividende bleibt stabil

KlöCo hat im vergangenen Jahr dank der bereits höheren Preise sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 3,4 Prozent auf 227 Millionen Euro verbessert und damit den besten Wert seit acht Jahren erzielt. Die Erlöse kletterten um 7,9 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro.

Unter dem Strich verdiente KlöCo allerdings nach Anteilen Dritter 68 Millionen Euro nach 101 Millionen im Jahr davor. Damals habe der Konzern von steuerlichen Sondereffekten profitiert. Aktionäre sollen dennoch ein unveränderte Dividende von 30 Cent je Aktie erhalten. Auf der Basis des derzeitigen Kurses käme die Aktie dann immer noch auf eine ansehnliche Dividendenrendite von rund vier Prozent.

AB