Schriftzug der Rational AG

Wachstumsprognosen übertroffen Rational: Kleiner Gruß aus der Großküche

Stand: 16.01.2018, 11:12 Uhr

Eine schöne Überraschung hatte Großküchenausrüster Rational für seine Anlegern: Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz stärker als von dem Unternehmen erwartet. Das verhilft der Aktie an die SDax-Spitze.

Der SDax-Wert steigt am Dienstagmorgen um fast drei Prozent. Den Grund dafür lieferte Rational mit seinen vorläufigen Zahlen aus dem vergangenen Geschäftsjahr. Der Hersteller von Groß- und Industrieküchengeräten erzielte einen Umsatz von 702 Millionen Euro. Das Plus von 14,5 Prozent übertrifft die Prognosen – und kam überraschend: Eigentlich hatte Rational nur mit einem Wachstum von 13 Prozent gerechnet.  

Auch beim operativen Ergebnis verzeichnete das Unternehmen etwas mehr als zuvor erwartet. Analysten schätzten den Gewinn auf 185 Millionen – tatsächlich verbuchte Rational nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 188 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von knapp 13 Prozent.

Der US-Markt kocht mit Rational

Zu dieser positiven Entwicklung haben vor allem die amerikanischen Märkte beigetragen: Sie waren mit Steigerungsraten von über 20 Prozent wesentliche Wachstumstreiber, so Rational. Für das Gesamtjahr sprach Rational-Chef Peter Stadelmann von einem unerwartet hohen Geschäftsvolumen.

Mit Blick auf die Ebit-Marge machte das Unternehmen jedoch einen leichten Verlust: Sie lag 2017 bei nur 26,2 Prozent – im vergangenen Jahr erreichte sie noch 27,2 Prozent.

Spitze im SDax

Rational-Produkt. | Bildquelle: Unternehmen

Mit dem heutigen Kursgewinn notiert die Aktie auf dem höchsten Stand seit Mitte Dezember. Das Rekordhoch von rund 595 Euro schaffte die Aktie Anfang Oktober.

In den vergangenen Jahren machte der Großküchenausrüster sich vor allem mit seinen Geräten für den Combi-Dämpfer-Markt und VarioCooking der Tochterfirma einen Namen. Im vergangenen Jahr hatte Rational den Vertrieb bereits auf mehrere Märkte weltweit ausgeweitet und konnte weltweit mehr als 170 neue Arbeitsplätze schaffen.

jz