T-Mobile und Sprint-Läden in New York
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US-Bundesstaaten klagen Fusion von T-Mobile US und Sprint wackelt immer mehr

Stand: 12.06.2019, 08:41 Uhr

Nach dem US-Justizministerium stößt die geplante Milliardenfusion von T-Mobile US und Sprint nun auch bei mehreren US-Bundesstaaten auf Widerstand.

Neun von ihnen sowie der Regierungsbezirk Washington, D.C. reichten am Dienstag vor einem Bundesbezirksgericht in New York Klage ein, um den Zusammenschluss der beiden Mobilfunkanbieter zu stoppen. Sie sprachen von einem geringeren Wettbewerb und höheren Preisen für die Kunden, die im Jahr 4,5 Milliarden Dollar erreichen könnten.

Die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, erklärte, in ihrem Bundesstaat bereite den Anbietern bis heute die Versorgung mit 3G Schwierigkeiten. Nichts in dem Fusionsplan garantiere eine bessere Abdeckung. "Wenn es um die Macht von Unternehmen geht, ist größer nicht immer besser."

Bereits zwei Mal gescheitert

Ein Zusammenschluss der beiden Konzerne war in den vergangenen Jahren zwei Mal gescheitert. Die Telekom-Tochter und ihr Konkurrent Sprint haben dieses Mal für ihren Fusionsplan mit einem Volumen von 26 Milliarden Dollar die Unterstützung der Branchenaufsicht FCC signalisiert bekommen.

James und ihre neun an der Klage beteiligten Kollegen sind allesamt Demokraten. In ersten Reaktionen fand ihre Klage Zuspruch bei Parteifreunden im Kongress. Der Zusammenschluss sei "wettbewerbs-, arbeiter- und verbraucherfeindlich", schrieb dagegen der Senator Richard Blumenthal auf Twitter. Das Justizministerium in Washington hat jedoch noch kein grünes Licht gegeben.

Entscheidung Ende des Monats?

Der Agentur Reuters zufolge haben die Wettbewerbs-Experten der Behörde empfohlen, den Zusammenschluss der Nummer drei und der Nummer vier des US-Mobilfunkmarktes abzulehnen.

Nun liege die Entscheidung bei den politischen Beamten um den Bereichsleiter Makan Delrahim. Die Entscheidung wird bis Ende dieses Monats erwartet. Die Aufsichtsbehörde FCC hatte ihrerseits bereits im Mai grünes Licht für die 26 Milliarden Dollar schwere Transaktion signalisiert.

lg/rtr