Zwei rote Kion-Gabelstapler
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Prozentual zweistellige Verluste Kion durchbricht den Aufwärtstrend

Stand: 19.10.2017, 09:25 Uhr

Der Gabelstapler-Hersteller Kion muss seine Prognose fürs laufende Jahr kappen. Das tut der Aktie gar nicht gut. Auch die Konkurrenz leidet.

Kion rechnet im Gesamtjahr nun mit einem Umsatz von 7,4 und 7,7 Milliarden Euro an statt bisher 7,5 bis 7,95 Milliarden. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werden 715 bis 765 Millionen Euro angestrebt statt 740 bis 800 Millionen. Der freie Cashflow soll nur noch 320 bis 380 Millionen Euro erreichen, nach bisher 370 bis 430 Millionen Euro. Als Grund nannte der Vorstand eine schwächere Entwicklung im Bereich Supply Chain Solutions. Hier bietet Kion Komplettlösungen im Bereich Logistik an.

Übernahme verpufft

Die Schwäche in diesem Bereich, den der Konzern erst vor kurzem mit der Milliarden-Übernahme des US-Konzerns Dematic gestärkt hat, konnte durch das Stammgeschäft mit Fahrzeugen für die Lagertechnik nicht ausgeglichen werden.

Die Papier brachen im elektronischen Handelssystem Xetra um bis zu elf Prozent auf 68,32 Euro ein. Damit ist der seit Dezember vergangenen Jahres anhaltende steile Aufwärtstrend der Aktie Geschichte. In diesem Zeitraum kletterte der MDax-Titel von 48 auf zeitweise über 80 Euro. Solche Höhenflüge erscheinen angesichts der charttechnischen Entwicklung in nächster Zeit ziemlich unwahrscheinlich zu sein.

Die Entwicklung der Kion-Aktie lastet auch auf den Papieren des Konkurrenten Jungheinrich. Die Papiere des MDax-Mitglieds verlieren zeitweise rund fünf Prozent.

ME